Das Keltendorf in Steinbach am Donnersberg steht vor einer entscheidenden Phase – und das bedeutet vorerst: geschlossen. Wer jetzt auf die Idee kommt, das authentisch nachgebaute Dorf der Kelten zu besuchen, wird enttäuscht sein. Die Hütten, die seit 2004 Teil dieses einzigartigen Erlebnisses sind, haben die Zeit nicht unbeschadet überstanden. Über 20 Jahre alt sind sie, und das merkt man ihnen an. Besonders die Holzbalken haben es schwer getroffen; sie liegen direkt auf der Erde und haben dadurch stark gelitten. Auch die senkrechten Holzpfähle sind alles andere als stabil und weisen erhebliche Schäden auf. Kurzum: Das Keltendorf benötigt dringend eine aufwendige Sanierung, um den Besuchern auch in Zukunft ein authentisches Erlebnis bieten zu können.

Die Schließung war für den Trägerverein keine Überraschung. Man hat ähnliche Probleme bereits bei den Kelten selbst nach 20 Jahren festgestellt – ein bisschen ironisch, oder? In den letzten Jahren konnten kleinere Reparaturen während der Saison durchgeführt werden, aber jetzt ist die Situation einfach zu kritisch. Die genaue Höhe der Sanierungskosten steht noch in den Sternen, und der Verein hat kaum Rücklagen, da alle Einnahmen in den Erhalt des Keltendorfs geflossen sind. Eine dauerhafte Schließung kommt für die Verantwortlichen, allen voran Geschäftsführerin Ingrid Dietz und der Vorsitzende Dirk Schneider, nicht in Frage. Schließlich ist das Keltendorf nicht nur eine Touristenattraktion, sondern auch ein Alleinstellungsmerkmal für die Nordpfalz. Jährlich strömen Tausende Besucher ab Ostern in das Keltendorf, um mehr über das Alltagsleben der Kelten zu erfahren, mit Ehrenamtlichen zu plaudern und an Mitmachaktionen teilzunehmen.

Die Herausforderungen der Sanierung

Aktuell laufen die Planungen zu den notwendigen Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten. Das Keltendorf wird nicht, wie gewohnt, zu Ostern seine Tore öffnen. Ein möglicher Termin für die Wiedereröffnung steht noch nicht fest. Es könnte sogar sein, dass das Keltendorf in diesem Jahr für Besucher nicht mehr zugänglich sein wird. Das lässt einen schon ein bisschen schlucken, wenn man bedenkt, wie viele Schulklassen und Gruppen in den letzten Jahren die Gelegenheit genutzt haben, in die Welt der Kelten einzutauchen. Die Vorfreude auf das Keltendorf ist stark, aber die Gesundheit und Sicherheit der Besucher haben natürlich Vorrang.

Das Keltendorf wird von einem engagierten Team getragen, das sich mit Herzblut für dessen Erhalt und die Vermittlung von Wissen über die keltische Kultur einsetzt. Die Ehrenamtlichen sind es, die das Flair des Dorfes mit Leben füllen und den kleinen und großen Besuchern die Zeit der Kelten näherbringen. Aber ohne die notwendigen Sanierungsmaßnahmen wird dies bald nicht mehr möglich sein. Der Trägerverein Keltendorf am Donnersberg e.V. ist sich dieser Verantwortung bewusst und setzt alles daran, eine schnelle Lösung zu finden. Die Hoffnung ist, dass die Sanierung zügig voranschreitet, damit bald wieder das Lachen und die Neugier der Besucher durch die Hütten hallen können.

Doch bis es soweit ist, bleibt nur abzuwarten und zu hoffen. Die Zeit des Wartens hat begonnen, und die Vorfreude auf die Wiedereröffnung wird bei den Fans des Keltendorfs ungebrochen sein. Bleiben wir also optimistisch, dass die nächsten Jahre eine neue Blütezeit für das Keltendorf bringen werden – die Kelten haben schließlich auch nicht aufgegeben!

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