Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit am Oberrhein blüht, und das zeigt sich in den neuesten Statistiken des Infobest-Netzwerks. Im Jahr 2024 wurden sage und schreibe 24.545 Anfragen von 19.565 Ratsuchenden bearbeitet. Das sind fast so viele wie im Rekordjahr 2024 mit 25.075 Anfragen. Die Themen, die die Menschen bewegen, sind vielfältig, aber das häufigste Anliegen dreht sich um die Rente – 29 % der Fragen. Grenzgänger, also die, die in einem Land arbeiten und in einem anderen leben, stellen oft Fragen zu Rentenanträgen, die sich auf mehrere Länder beziehen. Irgendwie verständlich, wenn man bedenkt, wie komplex das ganze System ist!
Auch Steuern und Krankenversicherungen, beide mit je 13 % der Anfragen, stehen hoch im Kurs. Besonders interessant ist der Anstieg der Fragen zur „grenzüberschreitenden Telearbeit“. In einer zunehmend digitalen Welt ist es nicht überraschend, dass sich auch hier die Anfragen häufen. Der neue Beratungsservice von Infobest bietet gezielte Unterstützung beim Ausfüllen von grenzüberschreitenden Anträgen – ein echter Lichtblick für viele Ratsuchende.
Die Rolle von Infobest
Das Infobest-Netzwerk, das sich seit über 25 Jahren etabliert hat, ist eine wertvolle Anlaufstelle für Bürger:innen, die Fragen zu grenzüberschreitenden Themen haben. Mit dem neuen Kontaktformular, das seit Jahresbeginn zur Verfügung steht, können Ratsuchende sicher kommunizieren und den Bearbeitungsstand ihrer Anfragen nachverfolgen. Es ist einfach genial, wie viel effizienter das Ganze jetzt geworden ist! Man kann Fragen stellen, Dokumente hochladen – und das alles mit nur ein paar Klicks.
Ein besonders spannendes Projekt, das am 1. Oktober 2023 gestartet ist, ist „INFOBEST 4.0“. Hierbei handelt es sich um ein trinationales Vorhaben, das die vier INFOBESTen am Oberrhein weiterentwickeln soll. Ziel ist, Bürger:innen, Unternehmen, Vereinen und Verwaltungen bei grenzüberschreitenden Anliegen umfassend zu unterstützen. Ein Fokus liegt auf der Digitalisierung und den komplexen Fragestellungen, die bei grenzüberschreitenden Themen oft auftreten. Das lässt hoffen, dass die Beratungsstellen in drei Jahren noch effektiver werden.
Grenzgänger im Fokus
Grenzgänger sind eine ganz besondere Gruppe von Menschen. Sie pendeln täglich oder mindestens einmal pro Woche über die Grenze und zahlen Rentenversicherungsbeiträge im Land ihrer Arbeit. Es ist faszinierend zu sehen, wie unterschiedlich die Rentensysteme in den verschiedenen Ländern sind. Wenn jemand beispielsweise in mehreren Ländern arbeitet, können die Beitragsjahre für den Rentenanspruch zusammengezählt werden. Ein Beispiel: Thomas M. aus Bad Bergzabern arbeitet in Weißenburg als Koch. Er zahlt in die französische Rentenversicherung ein, erhält aber auch eine Rente aus Deutschland, da er dort zuvor gearbeitet hat.
Es ist wichtig, dass Grenzgänger darüber informiert sind, dass es Ausnahmen bei der Rentenversicherung geben kann, wenn sie vorübergehend grenzüberschreitend arbeiten. Manchmal kann es sogar sinnvoll sein, freiwillige Beiträge in Deutschland zu leisten, auch wenn man im Ausland versichert ist. Die Fragen, die sich hier auftun, sind vielschichtig und zeigen, wie wichtig die Unterstützung von Institutionen wie Infobest ist.
Egal ob Rente, Steuern oder Krankenversicherung – die Herausforderungen sind groß, aber die Hilfestellungen sind auf dem Weg, noch besser zu werden. Mit einem offenen Ohr und einem Blick für die Details wird hier viel bewegt, um die Lebensqualität der Menschen am Oberrhein zu steigern. Und das ist schließlich das, worum es geht!