Abschied vom Herz des Gymnasiums: Inge Hormuth und der Wandel in Edenkoben
Heute, am 25. Juni 2026, wird am Gymnasium Edenkoben ein Kapitel zu Ende gehen. Inge Hormuth, die am längsten dienende Sekretärin der Schule, wird in den Ruhestand verabschiedet. Ihre Rolle war mehr als die einer klassischen Bürokraft; sie war die zentrale Schnittstelle, die das tägliche Leben der Schüler, Lehrer und Eltern miteinander verband. Man könnte sagen, sie war das Herz, das die Schule am Schlagen hielt. Als Kind hatte sie großartige Träume und stellte sich vor, Lehrerin zu werden. Doch wie es oft im Leben so ist, hat sich alles anders entwickelt – und bedauert hat sie das nicht. Schließlich musste sie nie den Druck ausüben, Hausaufgaben zu verteilen oder krumm gebogene Noten zu verteidigen. Eine Erleichterung, die viele Lehrkräfte wohl gerne hätten!
Der Schulleiter würdigte in seiner Ansprache, wie wichtig Inge für die Schule war. Es sind Menschen wie sie, die oft im Hintergrund arbeiten, aber ohne die das gesamte System nicht funktionieren würde. Ihre herzliche Art und ihre Fähigkeit, mit jedem ein offenes Ohr zu haben, hinterlassen große Fußstapfen. In den vielen Jahren hat sie unzählige Schüler begleitet, Fragen beantwortet und oft auch Trost gespendet. Wenn das kein Kultstatus ist!
Veränderungen am Gymnasium Edenkoben
Aber nicht nur Inge geht in den Ruhestand. Auch Philipp Jähne, der ehemalige Schulleiter des Gymnasiums, hat die Freistellungsphase seiner Altersteilzeit begonnen. Nach sechseinhalb Jahren im Amt hat er die Schule, die 2003 eröffnet wurde und an deren Gründung er maßgeblich beteiligt war, in eine neue Ära übergeben. Es ist ein wenig wie ein Staffelwechsel im Sport – neue Gesichter, neue Ideen, aber auch der Verlust von bewährtem Wissen und Erfahrung. Jähne, der erst Lehrer und dann stellvertretender Schulleiter war, hatte sich besonders im Bereich Sport hervorgetan und zahlreiche Initiativen wie einen Sponsorenlauf und die Gründung einer Basketballsparte angestoßen.
Sein Nachfolger, Christian Bayer, wechselt von Frankenthal nach Edenkoben und wird nun die Zügel in die Hand nehmen. Landrat Dietmar Seefeldt würdigte in einem Gespräch mit Jähne dessen engagierten Einsatz und die respektvolle Zusammenarbeit, die die Schule und die Gemeinde geprägt haben. Jähne selbst hat große Pläne für die Zukunft: Mit seiner Frau möchte er mehrere Monate mit dem Fahrrad von Gibraltar bis zum Nordkap reisen. Das klingt fast nach einem Abenteuerroman, nicht wahr?
Der Abschied von Inge und Philipp ist nicht nur ein Verlust für die Schule, sondern auch ein Zeichen für den Wandel, der immer in Bildungseinrichtungen stattfindet. Veränderungen sind oft nicht einfach, aber sie bringen auch frischen Wind und neue Perspektiven. Wer weiß, welche neuen Geschichten und Erinnerungen das Gymnasium Edenkoben in Zukunft schreiben wird?
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