Wittlichs bittersüßer Abschied: Bürgermeister Rodenkirch sagt Verabschiedung ab
Die Stadt Wittlich steht momentan im Fokus der Öffentlichkeit, denn die geplante öffentliche Verabschiedung von Bürgermeister Joachim Rodenkirch, die für den 22. Juni 2026 im Eventum angesetzt war, wurde abgesagt. Die Stadtverwaltung hat dies am Mittwoch bekannt gegeben. Der Grund für die Absage ist eine Bitte von Rodenkirch selbst, die nach einer Welle von Kritik an der Veranstaltung und einer Anzeige beim Landesrechnungshof folgte. Ziel dieser Entscheidung ist es, das Ansehen der Stadt zu schützen – ein durchaus nachvollziehbares Anliegen.
Rodenkirch, der 17 Jahre lang die Geschicke der Stadt geleitet hat, wollte mit dieser Feier eigentlich den Bürgern die Möglichkeit geben, sich von ihm zu verabschieden. Die Beigeordneten der Stadt bedauern die Entscheidung, respektieren aber natürlich Rodenkirchs Entschluss. Schließlich hat er in seiner Amtszeit viel für die Stadt erreicht und blickt dankbar auf die Entwicklungen zurück, die er mitgestaltet hat. Man könnte sagen, es ist ein bittersüßer Abschied.
Ein Leben für die Stadt
Joachim Rodenkirch ist kein Unbekannter in der Region. Aufgewachsen in Strohn in der Eifel, hat er am Thomas-Morus-Gymnasium in Daun sein Abitur gemacht und danach zwei Jahre bei der Bundeswehr gedient. Anschließend studierte er Forstwirtschaft in Rottenburg am Neckar und wurde Diplom Forstingenieur. Von 1989 bis 2009 war er Forstbeamter in Rheinland-Pfalz und schließlich auch kommunaler Forstbeamter der Stadt Wittlich. 2009 trat er in die CDU ein und wurde am 7. Juni 2009 im ersten Wahlgang zum Bürgermeister gewählt – mit beeindruckenden 59,35 % der Stimmen. Wow!
Seine Wiederwahl im Jahr 2017 mit 91,7 % und die erneute Bestätigung 2025 mit 82 % der Stimmen zeigen, wie sehr die Bürger ihm vertrauen. Aber auch Herausforderungen blieben nicht aus. Nach einem tragischen Vorfall bei einer Kirmes im Jahr 2023, der einen tödlichen Ausgang hatte, stand Rodenkirch in der Schusslinie und erhielt sogar Drohungen per E-Mail, als er entschied, die Kirmes dennoch fortzuführen. Das zeigt, wie polarisiert die Meinungen in der heutigen Zeit sein können.
Ein Blick in die Zukunft
Doch der Blick von Rodenkirch geht bereits in die Zukunft. Am 1. Juni 2026 wird er Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord des Landes Rheinland-Pfalz, ein Amt, das ihm sicherlich neue Herausforderungen und Chancen bieten wird. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich seine Karriere weiterentwickeln wird. Der Abschied von der Stadtverwaltung ist nicht das Ende, sondern vielleicht der Beginn eines neuen Kapitels für Rodenkirch.
Die aktuelle Situation um die Absage der Verabschiedung und die damit verbundenen Umstände werfen einen Schatten auf den Abschluss seiner Amtszeit. Dennoch bleibt der Eindruck, dass Rodenkirch stets das Wohl der Stadt und ihrer Bürger im Auge hatte. Weitere Informationen über Bürgermeister und Beigeordnete in Rheinland-Pfalz finden Sie in der Gemeindeordnung Rheinland-Pfalz, die auch einen Einblick in die rechtlichen Rahmenbedingungen bietet.
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