In der Bäcker-Innung Mosel-Eifel-Hunsrück-Region hat sich ein spannender Stabwechsel vollzogen. Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung in Himmerod/Prüm wurde Karsten Fleury einstimmig zum neuen Obermeister gewählt. Damit tritt er in die Fußstapfen von Raimund Licht, der über drei Jahrzehnte die Geschicke der Innung geleitet hat und sich nun aus dem aktiven Dienst zurückzieht. Die Versammlung war nicht nur von Neuwahlen geprägt, sondern auch von einem emotionalen Abschied von Licht, der einstimmig zum Ehrenobermeister ernannt wurde. Ein wahrhaft bewegender Moment!

Raimund Licht hat sich nicht nur um die Innung verdient gemacht, sondern auch im Bäckerinnungsverband und in der Kreishandwerkerschaft. Seine Verdienste wurden von Geschäftsführer Dirk Kleis und anderen Mitgliedern gewürdigt. „Das Ehrenamt ist der Kitt, der unser Handwerk zusammenhält“, betonte Kleis und unterstrich die immense Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements in der Branche. Auch Thomas Flesch wurde zum stellvertretenden Obermeister gewählt, während Rainer Liske die Rolle des Lehrlingswarts übernimmt, unterstützt von Florian Flesch. So bleibt die Kontinuität im Vorstand gewahrt.

Einblick in die Herausforderungen der Branche

Die Versammlung hatte auch einen ernsten Hintergrund. Der Bericht über die verheerenden Folgen der Flutkatastrophe, die sechs Innungsmitglieder direkt betroffen hat, versetzte die Anwesenden in nachdenkliche Stimmung. Landesinnungsmeister Jörg von Polheim und Geschäftsführer Henning Funke informierten über die Zerstörungen im Ahrtal und Erftkreis, die für viele Bäcker existenzbedrohend sind. Eine bundesweite Spendenaktion mit einem Ziel von 1,5 Millionen Euro wurde ins Leben gerufen, um den betroffenen Bäckern zu helfen. Auch nicht in der Innung organisierte Bäckereien erhalten Unterstützung. Das zeigt, wie wichtig Solidarität in Krisenzeiten ist.

Das Engagement von Raimund Licht in dieser schwierigen Phase wurde ebenfalls hervorgehoben. Er betonte den engen Austausch mit dem Verband über die Schäden und die Notwendigkeit, den betroffenen Bäckern zu helfen. In solchen Momenten wird deutlich, wie sehr das Bäckerhandwerk nicht nur von Tradition, sondern auch von Gemeinschaftsgefühl lebt.

Ehrenamtliche Leistungen im Fokus

Bei der Versammlung wurden auch andere herausragende Persönlichkeiten geehrt. Hans-Josef Jakoby aus Dudeldorf erhielt die Auszeichnung zum Ehrenobermeister für sein 40-jähriges ehrenamtliches Engagement. Leonhard Emondts, der langjährig als Beisitzer und stellvertretender Obermeister tätig war, wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Diese Ehrungen verdeutlichen, wie wichtig es ist, Menschen zu würdigen, die sich unermüdlich für die Gemeinschaft einsetzen.

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Das Bäckerhandwerk steht nicht nur für die Herstellung köstlicher Backwaren, sondern auch für eine starke Gemeinschaft, die in schwierigen Zeiten zusammenhält. Der Internationale Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember wird von vielen in der Branche gefeiert, um das unverzichtbare Engagement der Ehrenamtlichen zu würdigen. Präsident Roland Ermer hebt regelmäßig hervor, dass das Ehrenamt das Fundament des Bäckerhandwerks bildet und auch für die Nachwuchsförderung sowie die Interessenvertretung von großer Bedeutung ist.

Ein Blick in die Zukunft zeigt, dass die Bäcker-Innung auch weiterhin auf dem richtigen Weg ist. Die nächste öffentliche Brotprüfung steht bereits in den Startlöchern, bei der unabhängige sensorische Prüfungen durch Experten stattfinden werden. Es bleibt spannend, wie sich die Entwicklungen im Bäckerhandwerk weiter gestalten werden – mit einem neuen Obermeister, der bereit ist, frischen Wind in die Innung zu bringen.

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