Es ist der 2. Juni 2026, und die Vorfreude auf das Mosel Musikfestival ist förmlich spürbar. Ein besonderes Highlight, das in diesem Jahr die Region verzaubert, ist das Projekt „My Urban Piano“. Das Klavier, das durch vier Städte entlang von Mosel und Saar reist, bietet nicht nur den erfahrenen Musikern eine Bühne, sondern auch Anfängern und neugierigen Passanten die Möglichkeit, ihre Melodien zum Besten zu geben. Hier wird Musik an ungewöhnliche Orte gebracht – und das ist nicht nur eine Bereicherung für die Ohren, sondern auch ein Anstoß für Gespräche und Begegnungen. Dr. David Maier, Co-Intendant des Festivals, hebt den Fokus auf das gemeinsame Erlebnis hervor. Es geht darum, miteinander zu musizieren und sich auszutauschen – eine wunderschöne Möglichkeit, die Menschen zusammenzubringen.
Am 5. Juni findet in Bernkastel-Kues ein Kreativ-Workshop statt, der von der talentierten Lisa-Marie Ilges von den Mosel Art Studios geleitet wird. Von 14 bis 17 Uhr dürfen die Teilnehmer das Klavier optisch gestalten und es zu einem echten Blickfang machen. Am Tag darauf, dem 6. Juni, wird das Klavier dann von 14 bis 16:30 Uhr auf dem Marktplatz stehen. Danach wandert es weiter nach Cochem, Saarburg und Wittlich. An allen Standorten können die Besucher das Klavier entweder selbst bespielen oder einfach den Klängen lauschen und die Atmosphäre genießen. Ein tolles Konzept, oder?
ReCreate – Ein Klang- und Lichtspiel der Extraklasse
Das Mosel Musikfestival hat noch mehr zu bieten! Das „ReCreate“-Ensemble wird in der Aula des Campus Gestaltung in Trier eine immersive künstlerische Performance präsentieren, die alle Sinne anspricht. Gemeinsam mit dem Lichtkünstler Benjamin Jantzen werden Klänge und Bilder in Echtzeit interpretiert. Live-Visuals, die die Musik auf eine ganz neue Art und Weise lebendig machen, werden das Publikum in ihren Bann ziehen. Mit dabei sind außergewöhnliche Künstler wie Kasia Kadłubowska an der Percussion und Synthesizern, Arno Krokenberg an der Orgel, Julian Maier-Hauff an der Trompete und Sounddesign, und natürlich Benjamin Jantzen, der die visuellen Elemente übernimmt. Das Ticketmodell „Pay what you want“ macht die Veranstaltung für jeden zugänglich – eine tolle Idee, die die Hürden für den Zugang zur Kunst senkt.
Dieses Konzert ist nicht nur ein Teil des Festivals, sondern auch ein Beispiel für die kreative Kraft von Musikfestivals insgesamt. Deutschland hat rund 1.800 Musikfestivals, die nicht nur Kultur schaffen, sondern auch Gemeinschaft und Arbeitsplätze fördern. Eine aktuelle Studie beleuchtet die gesellschaftliche Relevanz dieser Festivals und zeigt, dass sie vor allem in ländlichen Regionen eine wichtige Rolle spielen. Der Festivalförderfonds, der 2025 fortgeführt wird, unterstützt die spezifischen Bedürfnisse der Festivals – ein Schritt in die richtige Richtung, um die Vielfalt und Kreativität weiter zu fördern.
Die Mischung aus Musik, Lichtkunst und interaktiven Elementen macht das Mosel Musikfestival zu einem Erlebnis, das man nicht verpassen sollte. Ob beim Klavierspielen auf dem Marktplatz oder beim Eintauchen in die Klangwelten des „ReCreate“-Ensembles – die Region wird zum Schauplatz lebendiger Kunst und tiefgehender Begegnungen. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich das Festival entfalten wird und welche neuen Talente die Bühne betreten werden.