Am Abend des 8. Juni 2026, genauer gesagt um 20:50 Uhr, kam es auf der „Brückenhäuser Brücke“ in Bad Kreuznach, Altstadt, zu einem folgenschweren Unfall. Ein 71-jähriger Mann, der mit einem E-Scooter unterwegs war, stürzte und zog sich schwere Verletzungen zu. Die Situation war dramatisch – der Fahrer war allein beteiligt, es gab keinerlei Fremdeinwirkung. Wie oft bei solchen Vorfällen, standen Ersthelfer schnell bereit und leisteten umgehend Erste Hilfe. Doch es wurde schnell klar, dass der Transport ins Krankenhaus unumgänglich war. Der Rettungsdienst kümmerte sich um den Verletzten und brachte ihn zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus.
Was die Unfallursache betrifft, wird derzeit noch ermittelt. Besorgniserregend ist jedoch, dass der Fahrer einen Blutalkoholwert von etwa 2,0 Promille hatte. Dies könnte eine entscheidende Rolle bei der Entstehung des Unfalls gespielt haben. Die Polizei musste während der Rettungsmaßnahmen auch eingreifen und Schaulustige davon abhalten, die Einsatzlage zu filmen. Ein wichtiger Hinweis der Polizeidirektion: Solches Filmen von verletzten oder hilflosen Menschen sowie die Behinderung von Einsatzkräften können straf- oder ordnungsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Ein Blick auf E-Scooter-Unfälle
Der Vorfall in Bad Kreuznach reiht sich ein in eine besorgniserregende Statistik. Im Jahr 2024 gab es einen Anstieg der E-Scooter-Unfälle, die Polizei registrierte knapp 12.000 solcher Vorfälle – das ist ein Anstieg von 27% im Vergleich zu 2023. Die Zahl der Verunglückten ist alarmierend: 27 Menschen verloren ihr Leben, und rund 1.500 erlitten schwere Verletzungen. Auffällig ist, dass fast die Hälfte der verunglückten E-Scooter-Fahrer unter 25 Jahren war, während nur etwa 3% der Fahrer 65 Jahre oder älter waren. Dies zeigt, dass die jungen Nutzer besonders anfällig sind.
Die häufigsten Ursachen für diese Unfälle sind oft vermeidbar. Falsche Benutzung von Fahrbahnen oder Gehwegen war in 21% der Fälle ein Grund. Auch das Fahren unter Alkoholeinfluss war in 12% der Fälle eine Ursache. Alleinunfälle machen immerhin 30% der gesamten E-Scooter-Unfälle aus. Komischerweise haben Nutzer von geliehenen E-Scootern eine höhere Wahrscheinlichkeit, in einen Unfall verwickelt zu werden, als diejenigen, die private Scooters besitzen. Es scheint, als würde die Verfügbarkeit und der leichtfertige Umgang mit diesen Fahrzeugen zu einer erhöhten Unfallgefahr führen.
Die Geschehnisse auf der „Brückenhäuser Brücke“ sind ein weiteres Beispiel dafür, wie wichtig es ist, die Sicherheit im Straßenverkehr – und insbesondere im Umgang mit E-Scootern – ernst zu nehmen. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache und sollten zum Nachdenken anregen. Es bleibt zu hoffen, dass solche Unfälle in Zukunft vermieden werden können, damit die Straßen für alle Verkehrsteilnehmer sicherer werden.