Ameiseninvasion in Bad Dürkheim: Wenn kleine Krabbler zur großen Plage werden
Heute ist der 14.06.2026 und in Bad Dürkheim sorgt ein kleines, aber hartnäckiges Ungeziefer für Aufregung. Die invasive Ameisenart Tapinoma magnum hat sich in der Region Fronhof eingenistet und die Anwohner in Angst und Schrecken versetzt. Marjolijn Weber, die seit zwei Jahren in Fronhof lebt, entdeckte die kleinen Krabbeltiere in ihrem Garten und war anfangs begeistert. Ameisen im Garten – das klingt doch nach einem gesunden Ökosystem, oder? Doch nach einem Urlaub kam die ernüchternde Entdeckung: eine riesige Ansammlung von Ameisen, die alles andere als harmlos ist.
Die Tapinoma magnum ist mit einer Größe von etwa 2 bis 3,5 Millimetern zwar nicht die größte Ameise, aber sie hat es in sich. Ihre Ausbreitung in der Pfalz wird immer bedenklicher. Anwohner und Gemeinden sind gefordert, großangelegte Aktionen zu starten, um der Plage Herr zu werden. Es gibt sogar Bedenken, dass diese Ameisenart die Infrastruktur, wie die Stromversorgung, beeinträchtigen könnte. Und das könnte für viele Haushalte unangenehme Folgen haben.
Die Gefahren von Tapinoma magnum
Ursprünglich stammt diese Ameisenart aus dem Mittelmeerraum und wurde 2009 erstmals in Rheinland-Pfalz entdeckt. Seither hat sie sich nicht nur in der Pfalz, sondern auch in Baden-Württemberg, Hessen und Sachsen ausgebreitet. In Coswig und Dresden gibt es bereits Nachweise dieser invasiven Art. Das könnte für die heimischen Ameisenarten, wie die schwarze Gartenameise (Lasius niger), gefährlich werden. Diese invasiven Ameisen sind nicht nur lästig; sie können auch Straßen unterhöhlen und Mauern sowie Gehwege beschädigen. Das ist ganz schön heftig, wenn man darüber nachdenkt!
Ein weiteres alarmierendes Merkmal ist die Möglichkeit, dass Tapinoma magnum auch Strom- und Kommunikationsnetze stört. Wenn man darüber nachdenkt, wie sehr wir von Technik abhängen – ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand seine Internetverbindung wegen einer Ameisenplage verlieren möchte! Diese Ameisen bilden zudem Superkolonien mit mehreren Königinnen, was bedeutet, dass sie in riesigen Kolonien mit Millionen von Arbeiterinnen organisiert sind. Das ist nicht gerade ein gemütliches Bild für die Anwohner.
Was tun gegen die Ameisenplage?
Um der Plage Einhalt zu gebieten, ist gemeinschaftliches Handeln gefragt. Einzelne Bekämpfungsmaßnahmen sind oft wenig effektiv. In Edenkoben wird beispielsweise Kieselgur eingesetzt, das die Panzer der Ameisen verletzt, sowie Nematoden, die in die Nester eindringen und Eier sowie Larven fressen. Das Tapinoma-Projekt der Naturkundemuseen Stuttgart und Karlsruhe zielt darauf ab, die Ausbreitung dieser Ameisen systematisch zu erfassen. Hier können auch Bürgerforscher, oder wie man in Österreich sagt, „Bürgerwissenschaftler“, mithelfen. Das klingt nach einer spannenden Möglichkeit, aktiv zu werden!
Die Anzeichen für einen Befall sind große Sandhaufen an Nestereingängen und die charakteristischen Massenbewegungen auf Ameisenstraßen. Wenn man die Ameisen zerdrückt, verströmen sie einen ranzig butterigen, leicht säuerlichen Geruch – ein ganz eigenes Aroma, das man nicht unbedingt im Garten haben möchte. Mit diesen Infos im Hinterkopf, sollten alle Gartenbesitzer in der Region besonders aufmerksam sein und gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen, um die kleinen Plagegeister in Schach zu halten.
So bleibt zu hoffen, dass die Anwohner in Fronhof und anderswo die Oberhand behalten und die Ausbreitung der Tapinoma magnum erfolgreich bekämpfen können. Schließlich ist ein Ameisenvolk im Garten zwar nett, aber nicht, wenn es gleich in Millionenstärke auftritt.
Ein modernes Nachrichtenportal wie unseres, muss für alle Menschen zugänglich sein. Unser Website System wurde daher konsequent nach den Vorgaben der WCAG 2.1 und BITV 2.0 entwickelt – mit sauberer Struktur, ARIA-Attributen und ohne technische Hürden für assistive Technologien. Die barrierefreie Umsetzung verantwortete Daniel Wom / VeloCore.
