Im Kreis Ahrweiler tut sich so einiges, wenn es um die Unterstützung von Menschen in besonderen Lebenssituationen geht. Gerade in der letzten Lebensphase ist eine einfühlsame Begleitung und Unterstützung unerlässlich. Der „Letzte Hilfe Kurs“, der kürzlich im „Hospiz im Ahrtal“ stattfand, ist ein solches Beispiel. Hier kommen Menschen zusammen, die in der Betreuung tätig sind oder Vollmachten ausüben. Die Veranstaltung wird von den Betreuungsvereinen, wie den Evangelischen Kirchengemeinden und dem SKFM – dem Katholischen Verein für Soziale Dienste, organisiert. Es ist so wichtig, dass wir uns mit diesen sensiblen Themen auseinandersetzen.

Referentinnen wie Dr. Liesel Albrecht und Sabine Heller, die Koordinatorin des Hospizvereins Rhein-Ahr, bringen die Teilnehmer in die Welt der Sterbebegleitung. Sie erläutern, was Sterbende durchleben und geben wichtige Einblicke in die körperlichen Reaktionen während des Sterbeprozesses. Man könnte sagen, der Kurs ist wie ein offenes Buch, das uns verständlich macht, welche Phasen und Emotionen in dieser Zeit auftauchen können. Es werden praktische Beispiele genannt, wie man sterbenden Menschen helfen kann – von der Verwendung von Ahoi-Brause zur Linderung von Durst bis hin zu Wattestäbchen, die in Flüssigkeit getaucht werden, um den Mund zu befeuchten. Und ja, die Empfehlung, das Lieblingsgetränk des Sterbenden zu verwenden, macht das Ganze nur menschlicher.

Unterstützung für Angehörige und Betreuer

Der Hospizverein Rhein-Ahr steht in engem Kontakt mit verschiedenen Anlaufstellen im Kreis Ahrweiler, die Unterstützung in Bereichen wie Gesundheit, Pflege und Hilfebedarf bieten. Es ist ein weit verzweigtes Netzwerk, das den Menschen ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit in schwierigen Zeiten geben soll. Wer mehr über die Unterstützungsmöglichkeiten erfahren möchte, findet die Kontaktinformationen des Hospiz-Vereins schnell: Das Büro und die Begegnungsstätte befinden sich in der Hauptstraße 62, hinter dem Bethel Hotel in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Bei Fragen kann man einfach anrufen unter 02641-2077969 oder eine Nachricht per E-Mail schicken.

Was viele vielleicht nicht wissen: Auch stationäre Pflegeeinrichtungen bieten Palliativpflege an. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit ambulanten Hospizdiensten und spezialisierter ambulanter Palliativversorgung (SAPV). Diese Einrichtungen entwickeln umfassende Konzepte zur Sterbebegleitung, die nicht nur den Betroffenen selbst, sondern auch den Angehörigen helfen, den Verlust zu bewältigen. Der AOK-Palliativwegweiser ist ebenfalls eine nützliche Ressource, um schnell und unkompliziert Informationen über Hospize, ambulante Palliativdienste und Fachärzte in der Region zu erhalten. Einfach die Postleitzahl eingeben und schon hat man die passenden Kontakte zur Hand.

Das Ganze zeigt, wie wichtig es ist, in einer Zeit, in der wir uns oft mit der Endlichkeit des Lebens auseinandersetzen müssen, ein Netzwerk an Hilfestellungen zu haben. Die Veranstaltungen, die Unterstützung durch den Hospizverein und die verschiedenen Anlaufstellen sind ein Lichtblick in der oft düsteren Zeit, die der Abschied mit sich bringt.

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