Am 2. Mai 2026 war es wieder soweit: Die Initiative Fahrradfreundliches Ahrtal lud zur 40. Fahrraddemo ein, und das gleich seit dem letzten Herbst. Ein Blick auf den Erdbeerkreisel, der als Paradebeispiel für unzureichende Radverkehrssicherheit gewählt wurde, zeigt, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht. Zwei Autospuren, viel zu viel Platz für den Verkehr, und dennoch fühlen sich Radfahrer wie auf einem Slalomparcours – das ist nicht gerade einladend. Besonders besorgniserregend: Täglich fahren viele Schüler dort vorbei, ohne dass sie sich sicher fühlen können.
Während die Demo den Kreisel gleich zweimal umrundete und dann über die Schützenstraße in Richtung Ahrweiler fuhr, wurden die Rufe nach Verbesserungen immer lauter. Auch die Schützenstraße selbst ist alles andere als ein Paradies für Radfahrer – parkende Autos machen das Fahren dort zu einer echten Herausforderung. Kritische Stimmen heben hervor, dass die bisherigen Vorschläge für bauliche Veränderungen am Erdbeerkreisel nicht ausreichen. Hier ist mehr Kreativität gefragt!
Der nächste Termin steht fest
Auf die Frage, wann die nächste Gelegenheit für eine solche Demo besteht, können die Fahrradfreunde beruhigt antworten: Am Samstag, dem 06.06.2026, um 11:00 Uhr geht es erneut in Richtung Sinzig. Wer sich für das Thema interessiert, kann sich auf der Homepage der Initiative oder in der Presse weiter informieren. Zudem lohnt sich ein Blick auf die Seite respect-cyclists.de, wo zahlreiche Informationen zu Fahrraddemos gesammelt sind.
Ein Blick auf die Radverkehrsplanung
Aber was braucht es wirklich, um die Bedingungen für Radfahrer nachhaltig zu verbessern? Hier kommt die digitale Seminarreihe „Grundlagen der Radverkehrsplanung“ ins Spiel. Sie wird von Experten wie Prof. Dr.-Ing. Jürgen Gerlach von der Bergischen Universität Wuppertal geleitet und bietet Einblicke in die aktualisierten „Empfehlungen für Radverkehrsanlagen“ (ERA). Diese neuen Empfehlungen sollen helfen, Lücken im Radverkehrsnetz zu schließen und die Sicherheit für Radfahrer zu erhöhen. Das Seminar richtet sich an Einsteiger und erfahrene Fachkräfte und wird im Jahr 2026 an fünf Terminen angeboten.
Die Teilnahmegebühr von 95 Euro ist für die Expertise, die hier geboten wird, durchaus angemessen. Die Inhalte sind so aufbereitet, dass jeder Teilnehmer, egal ob frisch im Thema oder schon lange dabei, etwas mitnehmen kann. Schließlich geht es nicht nur darum, das Radfahren sicherer zu machen, sondern auch darum, das Rad als Teil einer nachhaltigen Mobilität zu fördern. Denn seien wir mal ehrlich: Wer möchte nicht einfach mal entspannt auf dem Rad sitzen, die frische Luft genießen und sich nicht um den Verkehr sorgen müssen?
Das Mobilitätsforum Bund bietet nicht nur Fortbildungen an, sondern unterstützt auch Akteure bei Radverkehrsprojekten und der Umsetzung nachhaltiger Mobilität. Es bleibt spannend, wie sich die Situation im Ahrtal und darüber hinaus entwickeln wird! Wir hoffen auf eine rege Teilnahme an der nächsten Demo und auf viele konstruktive Ideen, die das Radfahren in der Region sicherer und angenehmer machen.