Heute ist der 27. Mai 2026, und in Wien braut sich etwas zusammen, das für die steirische Verkehrsinfrastruktur von großer Bedeutung ist. Ein Gespräch, an dem Bundesminister Peter Hanke, Landeshauptmann Mario Kunasek und andere wichtige Köpfe wie Verkehrslandesrätin Claudia Holzer und Landesrätin Simone Schmiedtbauer (vertreten durch Manuela Khom) teilnehmen, steht auf der Agenda. Die Themen sind vielschichtig und reichen von Schienenprojekten bis hin zu hochrangigen Straßenbauvorhaben.
Besonders im Schienenbereich gibt es einige spannende Punkte, die besprochen werden. Das 10. Mittelfristige Investitionsprogramm, das von 2027 bis 2031 gelten soll, steht auf der Liste. Man spricht auch über die Murtalbahn und die Dekarbonisierung der Weizer Bahn. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Erhalt und die Finanzierung der Thermenbahn – ein echtes Schmuckstück der Region, das nicht in Vergessenheit geraten sollte.
Hohe Erwartungen an Straßenprojekte
Im Bereich des hochrangigen Straßennetzes gibt es ebenfalls einiges zu berichten. Die Straßenprojekte S36, die von Judenburg nach St. Georgen ob Judenburg führen, haben eine hohe Priorität. Zudem wird die dritte Spur der A9 zwischen Graz West und Wildon thematisiert. Und das ist noch nicht alles – der A2-Autobahnanschluss Hart bei Graz wird ebenfalls weiterverfolgt. Die ASFINAG zeigt sich optimistisch und verspricht, diese Projekte ohne Verzögerung umzusetzen.
Ein Anliegen der steirischen Delegation ist die Forderung nach einer zusätzlichen Autobahn-Anschlussstelle Hartberg-Süd. Man kann nur hoffen, dass die Entscheidungsträger dies ernst nehmen. Doch während die Pläne voranschreiten, gibt es auch Schattenseiten. Die Sanierung der zwei Tunnelröhren des Grazer Plabutschtunnels ist ab 2032 notwendig – und das wirft Fragen auf. Die Diskussion über eine mögliche dritte Röhre sorgt für Bedenken bezüglich Tunnelsperren und der damit verbundenen Verkehrsbelastung.
Plabutschtunnel und seine Herausforderungen
Die Generalsanierung des Plabutschtunnels auf der A9 Pyhrnautobahn ist bis spätestens 2035 vorgesehen. Man kann sich vorstellen, dass die Bauarbeiten vier bis fünf Jahre dauern werden. Während dieser Zeit soll der Verkehr durch nur eine Tunnelröhre im Gegenverkehr geleitet werden. Das klingt nach einer echten Herausforderung! Die Stadt Graz, das Land Steiermark und die ASFINAG stehen in engem Austausch, um die möglichen Auswirkungen für die Grazer Bevölkerung frühzeitig abzufedern. Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ) betont, wie wichtig diese Gespräche sind, um einen Verkehrskollaps zu vermeiden.
Die tägliche Verkehrsbelastung in Graz beträgt rund 43.000 Fahrzeuge. Wenn die Führung auf eine Röhre reduziert wird, könnten etwa 23.000 Fahrzeuge auf das Stadtgebiet ausweichen. Keiner möchte sich vorstellen, was das für den Verkehr in der Stadt bedeutet. Die Stadt Graz sieht diese mögliche Mehrbelastung kritisch und fordert tragfähige Lösungen, um die Überlastung des Verkehrsnetzes zu vermeiden.
Minister Hanke hat Verständnis für die Sorgen und Bedenken der Bevölkerung und es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen die richtigen Entscheidungen treffen. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um eine Balance zwischen notwendigen Infrastrukturprojekten und der Lebensqualität der Grazer Stadtbevölkerung zu finden.