Am 7. Mai 2026 wurde im Media Center des Grazer Rathauses die 9. Konferenz der Migrant:innenvereine und Selbstorganisationen abgehalten. Ein Ereignis, das nicht nur die Vielfalt der Stimmen in Graz hörbar machen wollte, sondern auch ganz konkret das Ziel verfolgte: die Wahlbeteiligung bei der bevorstehenden Migrant:innenbeiratswahl am 28. Juni 2026 zu steigern. Fast schon wie ein kleines Familientreffen kamen 31 Vertreter:innen aus verschiedenen Migrant:innenvereinen, Communities und NGOs zusammen, um über das Thema „Migrant:innenbeiratswahl 2026 – Sichtbarkeit schaffen. Beteiligung erhöhen“ zu diskutieren.

Die Begrüßung durch den Migrant:innenbeirat fiel herzlich aus. Geschäftsführer Godswill Eyawo stellte die wesentliche Rolle des Beirates als Interessenvertretung und Beratungsorgan der Stadt Graz heraus. Es war deutlich zu spüren, dass die Teilnehmer:innen nicht nur anwesend waren, sondern aktiv mitgestalten wollten. „Wir müssen die Menschen erreichen, sie motivieren und ihnen zeigen, wie wichtig ihre Stimme ist“, sagte Eyawo. Das Treffen war ein klarer Appell an alle, die eigene Stimme zu nutzen und sich für die eigenen Belange stark zu machen.

Strategien zur Mobilisierung

Beirätin Sara Crockett teilte wertvolle Informationen zu den Wahlvoraussetzungen, zur Briefwahl und zur Gründung eigener Listen mit den Anwesenden. Ihre Präsentation war nicht nur informativ, sondern auch inspirierend. Dabei wurde besonders die Bedeutung von Multiplikator:innen in den Communities hervorgehoben – Menschen, die Informationen weitergeben und so einen echten Unterschied machen können. „Schließlich wissen wir alle, dass persönliche Gespräche oft mehr bewirken als jede Broschüre“, bemerkte eine Teilnehmerin und erntete dafür allgemeine Zustimmung.

Integrationsstadtrat Robert Krotzer überbrachte die Grüße der Bürgermeisterin und sprach über den wertvollen Beitrag von Menschen mit Migrationsgeschichte zum Zusammenleben in Graz. Seine Worte fanden Anklang und es war spürbar, dass das Thema auch emotionale Resonanz hatte. Bei der anschließenden Diskussion wurden zahlreiche Vorschläge zur Mobilisierung gesammelt: von persönlichen Gesprächen über Informationsstände an öffentlichen Orten bis hin zu Social-Media-Kampagnen und mehrsprachigen Videos. Die Ideen sprudelten nur so, und viele Teilnehmende zeigten sich bereit, aktiv bei Infoständen und Aktionen mitzuarbeiten.

Ein Aufruf zur Stimmabgabe

Der Abschlussappell des Beirates war eindringlich. Die Ernsthaftigkeit der Wahl wurde betont und die Teilnehmer:innen wurden ermutigt, ihre Stimme abzugeben. „Es geht nicht nur um eine Wahl, es geht um unsere Sichtbarkeit und unsere Rechte“, wurde die Dringlichkeit des Anliegens deutlich. Das Ziel der Konferenz war klar: die Sichtbarkeit des Migrant:innenbeirates zu erhöhen und die demokratische Beteiligung der migrantischen Communities in Graz zu stärken.

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So endete ein Tag voller Inspiration, Austausch und dem festen Willen, Veränderungen herbeizuführen. Die Vorfreude auf die bevorstehenden Wahlen ist greifbar, und die Energie der Teilnehmenden wird sicherlich dazu beitragen, dass viele Migrant:innen ihre Stimme erheben und für ihre Interessen einstehen. In einer Zeit, in der die Stimmen von Migrant:innen oft überhört werden, war diese Konferenz ein Schritt in die richtige Richtung – ein Schritt, der nicht nur Graz, sondern auch die Herzen der Menschen verändern könnte.