Heute ist der 5.05.2026 und die Welt des Erdöls steht Kopf. Die Nachricht vom Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) aus der OPEC hat die Branche erschüttert. So ganz nebenbei haben die VAE auch ihre Förderkapazität ordentlich aufgestockt – auf stolze 4,8 Millionen Barrel pro Tag. Das sind, um es in Litern auszudrücken, rund 763 Millionen! Aber Moment mal, was bedeutet das genau? Nun, die OPEC hatte den Emiraten zuletzt nur erlaubt, 3,6 Millionen Barrel täglich zu fördern. So gesehen war der Austritt fast schon eine logische Konsequenz, um flexibler auf die steigende Ölnachfrage zu reagieren, vor allem im Hinblick auf den möglichen Frieden nach dem Iran-Krieg und die angespannte Lage in der Straße von Hormus.
Mit dem Ausscheiden der VAE verliert die OPEC etwa 15 Prozent ihrer Förderkapazitäten. Das ist nicht nichts, könnte man sagen. 1960 gegründet, um die Erdölpolitik ihrer Mitglieder zu koordinieren und die Preise zu stabilisieren, ist die OPEC jetzt nur noch mit 11 Mitgliedern am Start. Das Gefühl, dass der Einfluss der OPEC schwindet, ist spürbar. Fachleute werten den Austritt der VAE als Schwächung, besonders für Saudi-Arabien, das ohnehin schon das produktionsstärkste Land innerhalb des Kartells ist und etwa ein Drittel der Gesamtmenge fördert. Was das für die Kontrolle über die Ölpreise bedeutet? Nun, weniger kontrollierte Ölreserven könnten die Fähigkeit der OPEC zur Steuerung des Marktes beeinträchtigen. Das ist ein ziemlicher Hammer!
Die geopolitischen Implikationen
Ein weiterer Punkt, der nicht vergessen werden sollte: Die VAE könnten sich durch den Austritt auch näher an die USA heranbewegen. Irgendwie fühlt man sich von den Nachbarn nicht ausreichend geschützt – und das ist ein Gefühl, das in der Region viele teilt. Die USA sind der größte Ölproduzent der Welt und gehören nicht zur OPEC, was die Dynamik der globalen Ölproduktion noch komplizierter macht. Ein echtes Dilemma, könnte man sagen. Und wie wird sich all das auf den Ölpreis auswirken? Das bleibt vorerst unklar. Der Markt ist bereits von den Spannungen in der Straße von Hormus beeinflusst, und das könnte sich in den kommenden Monaten weiter zuspitzen.
Die Rohölpreisentwicklung der OPEC war seit ihrer Gründung alles andere als stabil. Von den Ölkrisen in den 70er Jahren bis zur Weltwirtschaftskrise 2009 ist alles dabei. Der höchste durchschnittliche Rohölpreis wurde bis 2012 registriert, und die Prognosen für 2025 liegen bei einem durchschnittlichen Preis von 69,59 US-Dollar pro Barrel. Man fragt sich, wie die OPEC und ihre 11 Mitglieder – die zusammen mehr als ein Drittel der globalen Erdölfördermenge verantworten – auf die neuen Herausforderungen reagieren werden. Förderkürzungen oder -ausweitungen könnten bei konstanter Nachfrage entscheidend sein. Dabei haben sie erst 2022 beschlossen, die Ölförderung um 400.000 Barrel pro Tag zu steigern, auch wenn die Preise bereits in die Höhe schossen. Ein Spiel mit dem Feuer, wenn man so will.
Die OPEC, die 1960 in Bagdad ins Leben gerufen wurde, hat auch heute noch über zwei Drittel der weltweiten Ölreserven in ihren Händen, was die Machtverhältnisse im globalen Energiemarkt nicht unwesentlich beeinflusst. Aber wie lange wird das noch so bleiben? Die kommenden Monate und Jahre könnten sehr aufschlussreich werden. Man darf gespannt sein, wie sich diese Entwicklungen auf die geopolitischen Beziehungen und die globalen Ölpreise auswirken. Es bleibt auf jeden Fall ein Thema, das uns alle betrifft.