Iranische Vergeltungsliste: Wie gefährlich ist die Lage für Europa?
Heute ist der 15.07.2026 und die politische Lage im Iran und dessen Einfluss auf Europa und insbesondere Deutschland wirft Fragen auf. Österreichs Innenministerium hat jüngst erklärt, dass man keine konkrete Gefahr durch iranische Gruppen sieht, trotz der Veröffentlichung einer so genannten „Vergeltungsliste“. Diese Liste, die in der iranischen Tageszeitung „Hamshahri“ veröffentlicht wurde, nennt 13 westliche Politiker, die angeblich für den Tod des früheren geistlichen Führers Ali Khamenei „bezahlen“ sollen. Darunter sind prominente Namen wie der US-Präsident Donald Trump, Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni und der scheidende britische Premierminister Keir Starmer. Wenigstens in Österreich wird betont, dass es aktuell keine spezifischen Gefährdungen durch iranische oder proiranische Akteure gibt. Die allgemeine Gefährdungslage ist jedoch hoch, und seit Oktober 2023 gilt die zweithöchste Terrorwarnstufe.
Aber was bedeutet das konkret? Nun, die Situation ist alles andere als entspannt. Während das Innenministerium in Wien beruhigt, warnen Politiker in Deutschland vor möglichen Anschlägen. Die „Hamshahri“ hat nicht nur eine Liste veröffentlicht, sondern auch eine Grafik mit Vergeltungsaufrufen gegen westliche Politiker, unter anderen auch gegen den neuen Bundeskanzler Friedrich Merz von der CDU. Roderich Kiesewetter von der CDU äußert sich besorgt, dass das iranische Regime tatsächlich gezielte Tötungen und Terroranschläge im Westen plant. Und Sebastian Fiedler von der SPD spricht von einer hohen Gefährdungslage, die nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Er sieht die Möglichkeit, dass extremistische Milieus mobilisiert werden könnten.
Die Rolle der Medien und der Iran
Besonders interessant ist die Rolle der „Hamshahri“, die als Sprachrohr des iranischen Regimes gilt. Der Chefredakteur und die Ausrichtung der Zeitung werden von der Führung der Islamischen Republik bestimmt. Das bedeutet, dass solche Aufrufe zur Vergeltung nicht aus dem Nichts kommen, sondern eine bewusste Strategie des Regimes darstellen. Nach dem Begräbnis von Ali Chamenei wurde ganz offen Rache gegenüber dem Westen beschworen – und Modschtaba Chamenei forderte sogar Vergeltung. Der Iran wirft europäischen Staaten vor, US-amerikanische Angriffe auf iranisches Gebiet nicht verurteilt zu haben. Diese Feindseligkeit könnte also durchaus ein Grund für die Veröffentlichung dieser Liste sein.
Die deutsche Politik reagiert, indem sie die Gefahren ernst nimmt. Konstantin von Notz von den Grünen vermutet, dass die Listung durch die iranische Zeitung mit Billigung des Mullah-Regimes geschieht, sieht aber keine unmittelbare neue Gefährdung für den Kanzler. Das ist irgendwie beruhigend, oder? Aber auch ein wenig beunruhigend, wenn man bedenkt, wie schnell sich die Lage ändern kann. Der Druck auf westliche Politiker wächst, und man fragt sich, wie lange diese Spannungen noch auf diplomatischer Ebene gelöst werden können, ohne dass es zu Eskalationen kommt.
Für alle, die sich intensiver mit diesen Themen auseinandersetzen möchten, gibt es weitere Informationen auf EICTP. Die geopolitischen Entwicklungen sind nicht nur für die Regierungen von Bedeutung, sondern auch für jeden Einzelnen, der sich in einer zunehmend unsicheren Welt zurechtfinden muss. Was kommt als Nächstes? Die Frage bleibt im Raum stehen, so wie die Unsicherheit, die uns alle betrifft.
Mit der Umstellung auf VeloCore vereint unser Magazin herausragende Performance und konsequente Barrierefreiheit. Schnelle Ladezeiten und optimale Core Web Vitals treffen auf eine vollständige WCAG-2.1- und BITV-2.0-konforme Umsetzung – realisiert durch Daniel Wom ohne Kompromisse.
