Es war ein ganz normaler Tag in Wesel, als Volker Kuinke endlich den Traum seiner Jugend verwirklichte. Nach 40 Jahren des Wartens, des Planens und der Vorfreude startete er zu seiner sagenhaften Gasballonfahrt nach Schweden. Es war, als hätte er das große Los gezogen, denn die Bedingungen für den Flug waren einfach optimal. Giovanni Malaponti, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse am Niederrhein, ließ es sich nicht nehmen, Kuinke zu diesem besonderen Moment zu gratulieren.

Der Abend war schon weit fortgeschritten, als der Gasballon um 23:33 Uhr in Düsseldorf-Eller abhob. Mit an Bord waren seine Frau Doris Packbiers und sein Freund Heribert Ernesti. Der Ballon, der mit einem Gas gefüllt ist, das leichter als Luft ist, erhob sich sanft in die Nacht. Die Route führte über das Ruhrgebiet, das Münsterland und weiter ins Emsland, bevor sie über das Jadebusen und schließlich das Wattenmeer schwebten. Die Fluggeschwindigkeit lag bei angenehmen 40 bis 50 km/h, und das Abenteuer dauerte insgesamt 19 Stunden.

Ein Traum wird wahr

Bereits mit 13 Jahren hatte Kuinke den Wunsch, mit einem Gasballon zu fliegen. Mit 20 Jahren erfüllte er sich diesen Traum, indem er seinen Pilotenschein erwarb. „Wie ein Sechser im Lotto“, beschreibt er die Erfüllung seines Traums, als er in den schier endlosen Lüften schwebte. Während des Fluges genoss er die Stille in 200 bis 1000 Metern Höhe, die nur hin und wieder durch das Geräusch des ablaufenden Meereswassers und das Konzert der Seevögel unterbrochen wurde. Und dann, der Anblick Schwedens mit seinen Wäldern und Seen – einfach atemberaubend!

Die Fahrt umfasste 833 Kilometer, und Kuinke hat mehrere Tage damit verbracht, das Wetter zu studieren, um den perfekten Zeitpunkt für den Start zu finden. „Es ist wie ein großes Schachspiel mit der Natur“, sagt er. Bei dieser Art des Fliegens, wo der Wind die Richtung bestimmt und kontrolliert Sand abgeworfen werden muss, ist das Wissen um das Wetter unerlässlich. Nach all der Planung war die Erleichterung groß, als sie um 18:38 Uhr in Forsheda landeten, nur 80 Kilometer nordöstlich von Halmstadt.

Das Leben in den Lüften

Was viele nicht wissen: Im Gasballon gibt es keine Möglichkeit für Toilettenpausen. Ein zehn Liter Eimer wird als Notfallplan genutzt – eine amüsante, aber auch praktische Lösung in der Höhe. Schlafmöglichkeiten im Korb sind begrenzt, und nur eine Person kann sich wirklich ausruhen. Unterwegs gab es Butterbrote, hart gekochte Eier und Studentenfutter – das Fliegen hat seine eigenen kulinarischen Herausforderungen.

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Nach der Landung mussten sie zweieinhalb Stunden auf ihre Freunde warten, die mit dem Auto nach Schweden gereist waren, um sie abzuholen. Nach einer Nacht in einem Hotel ging es am nächsten Morgen wieder zurück nach Düsseldorf. Kuinke, der schon viele Länder bereist hat, plant nun, seine Erfahrungen als Gasballonfahrer in Form von Memoiren festzuhalten. Die Veröffentlichung ist für den Herbst angesetzt – da können wir gespannt sein!

Volker Kuinke ist ein leidenschaftlicher Ballonfahrer, und seine Geschichte zeigt, dass es nie zu spät ist, seine Träume zu verwirklichen. Die Faszination für das Fliegen, die Stille und die Freiheit der Lüfte – all das wird in seinen Erzählungen weiterleben. Wer mehr über den Ballonsport erfahren möchte, erreicht Kuinke unter der Telefonnummer 0173 514 5577 oder per E-Mail an ballonfahrer@aol.com.

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