In Wesel tut sich was! Der Kreis Wesel hat beschlossen, den beliebten Heckenwettbewerb fortzusetzen. Das klingt doch schon mal spannend, oder? Naturinteressierte, die ein Herz für kreative Bepflanzungen haben, sind eingeladen, ihre Ideen einzureichen. Und das Beste daran: Die Kosten für Anpflanzung und Pflege werden vom Kreis übernommen! So kann jeder, der sich für eine grüne Oase in seinem Umfeld einsetzen möchte, ganz ohne finanzielle Sorgen kreativ werden.

Der Einsendeschluss für all die tollen Konzepte ist am Montag, den 7. September. Wer jetzt denkt, dass das alles nur ein einmaliges Event ist, irrt sich gewaltig! Das Projekt hat eine lange Tradition und wurde vor über 20 Jahren ins Leben gerufen. Nach einer kurzen Pause wurde es vor drei Jahren wiederbelebt und erfreut sich seither großer Beliebtheit.

Hecken für die Umwelt

Um teilzunehmen, muss man ein Bepflanzungskonzept einreichen, das bestimmte ökologische und klimatische Kriterien erfüllt. Dazu gehören Angaben zu den Pflanzenarten, dem Pflanzschema und dem Nutzen für die Landschaft. Die Hecke muss im baulichen Außenbereich liegen, mindestens 100 Meter lang sein und aus heimischen Gehölzen bestehen. Das ist nicht nur ein schöner Anblick, sondern auch ein Beitrag zum Klimaschutz! Schließlich bieten Hecken Lebensraum und Nahrung für viele Insekten und Vögel, und sie binden CO₂ in der Atmosphäre.

Die Prämien für die Gewinner des Wettbewerbs liegen zwischen 500 und 2000 Euro. Das ist doch ein Anreiz, sich kreativ auszutoben! Die Gewinner werden im Herbst bei einer feierlichen Preisverleihung bekannt gegeben. Wer mehr Infos braucht, kann sich auf der Webseite des Kreises Wesel umsehen oder direkt bei Arif Burnaz anrufen (0281 207 2550, arif.burnaz@kreis-wesel.de).

Heimische Gehölze – ein Gewinn für die Natur

Hecken sind nicht nur schön, sie sind auch extrem wichtig für unsere Umwelt. Durchschnittliche Gärten haben oft eine geringe Artenvielfalt und setzen häufig auf exotische Gehölze, die für die heimische Tierwelt kaum Nutzen bringen. Exotische Ziersträucher sind in der Regel unfruchtbar oder ihre Früchte sind für die Natur nicht verwertbar. Das zeigt sich auch daran, dass einige dieser Sträucher im hiesigen Klima gar nicht reifen. Heimische Gehölze hingegen sind das ganze Jahr über eine wichtige Nahrungsquelle für Tiere. Zum Beispiel unterstützt die Stieleiche rund 300 Insekten- und 28 Vogelarten – das ist doch eine ganz andere Hausnummer als die Rosskastanie, die nur vier Insekten und zwei Vogelarten anzieht!

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Die Vorteile heimischer Pflanzen sind nicht zu unterschätzen. Sie sind weniger anfällig für Wetterextreme und brauchen weniger Pflege. Zudem sind sie widerstandsfähiger und benötigen keine chemischen Düngemittel. Bei der Planung sollte man jedoch an den richtigen Standort denken, denn jede Pflanze hat ihre speziellen Ansprüche an Boden und Licht. Ein guter Tipp: Hecken sollten mit einem Abstand von etwa 1,5 Metern zum Nachbarzaun gepflanzt werden, und zwischen den einzelnen Sträuchern ist ein Abstand von ein bis zwei Metern ideal.

Ein lebendiges Ökosystem

Die Interaktion zwischen Tier und Pflanze ist für das Gleichgewicht im Ökosystem unerlässlich. Einheimische Gehölze bieten Lebensräume und Nahrungsquellen für zahlreiche Lebewesen. So liefert der heimische Weißdorn Nahrung für 163 Insekten- und 32 Vogelarten. Exotische Gehölze wie Palmen und Koniferen hingegen sind für unsere heimischen Vögel und Insekten absolut nutzlos. Die Einführung gebietsfremder Pflanzen kann sogar zur Überwucherung und Ausrottung heimischer Pflanzenarten führen – das will doch wirklich niemand!

Die Anlage von Benjes-Hecken, die aus Baum- und Strauchschnittgut bestehen, ist eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, um die Artenvielfalt zu fördern. Sie schaffen ein günstiges Kleinklima und bieten Lebensraum für viele Tiere. Wer also noch überlegt, ob er beim Heckenwettbewerb mitmachen soll, sollte sich die Vorteile einer solchen Hecke vor Augen führen. Es ist eine Win-win-Situation für die Natur und für uns!

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