Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) hat im Kreis Wesel Einzug gehalten und sorgt für Aufregung unter den Anwohnern. Am 18. Dezember 2025 beschloss der Kreistag Maßnahmen zur Eindämmung ihrer Ausbreitung. In diesem Kontext wurde ein neues Meldeportal eingerichtet, über das Bürger Hornissennester melden können. Der Zugang zu diesem Portal erfolgt über den Link hier. Es ist wichtig zu beachten, dass nur Nester gemeldet werden dürfen, nicht jedoch Einzeltiere.

Für die Meldung benötigen die Bürger einige Angaben: den genauen Fundort, das Funddatum und einen Bildnachweis. Bevor die Nester entfernt werden, müssen Experten sicherstellen, dass es sich tatsächlich um Asiatische Hornissen handelt und keine Verwechslungen mit anderen Hornissenarten vorliegen. Um die Bekämpfung zu unterstützen, hat der Kreis 20.000 Euro bereitgestellt. Diese finanziellen Mittel sollen die Beschaffung von Geräten zur Nestbekämpfung ermöglichen und die Unterstützung des Kreisimkerverbands sowie lokaler Imker in ehrenamtlichen Einsatzteams fördern.

Die Problematik der Asiatischen Hornisse

Die Asiatische Hornisse ist eine invasive Art, die seit 2014 auch in Baden-Württemberg nachgewiesen wurde und sich dort ebenfalls weiter ausbreitet. Ihre Ankunft in Europa wird auf das Jahr 2004 datiert, als sie vermutlich durch eine befruchtete Königin in Warenlieferungen eingeschleppt wurde. Die Hornissen sind nicht nur größer als die heimischen Arten, sondern benötigen auch proteinhaltige Beute, oft in Form von Honigbienen, was die Imkerschaft vor große Herausforderungen stellt.

Die Auswirkungen der Asiatischen Hornisse auf heimische Arten wie Wildbienen sind noch unklar, doch die Sorge um die Biodiversität ist groß. Imker und Landwirte müssen sich auf mögliche negative Folgen für die Imkerei sowie den Obst- und Weinbau einstellen. Die Bekämpfungsmaßnahmen, die in Baden-Württemberg bereits etabliert wurden, umfassen die Abtötung von Jungköniginnen im Frühjahr und die Entfernung von Nestern. Ab März 2025 wird die Praxis der Nestentfernung jedoch angepasst, sodass die Kosten nur noch bei drohendem Schaden für die Biodiversität übernommen werden.

Koordination und Unterstützung durch die Behörden

In Baden-Württemberg wurde eine Meldeplattform eingerichtet, die es Bürgern ermöglicht, Funde von Asiatischen Hornissen zu melden. Diese Plattform, die am 10. Mai 2023 gestartet wurde, hat das Ziel, Wissen über die Verbreitung der Hornisse zu erlangen und deren Ausbreitung einzudämmen. Meldungen können sowohl über die Webseite der LUBW als auch über die App „Meine Umwelt“ erfolgen. Die Meldungen werden bearbeitet und in einer gerasterten Karte dargestellt, um die Ausbreitung nachzuvollziehen.

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Für die Bekämpfung hat das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft ein Maßnahmenpaket erarbeitet, das auch die Ausbildung von Nestentfernern umfasst. Diese Schulungen werden von erfahrenen Nestentfernern geleitet und beinhalten sowohl theoretische als auch praktische Elemente. Die Unterstützung der Imkerverbände ist ebenfalls zentral, um Wissen über die Hornisse weiterzugeben und Engpässe bei der Entfernung von Nestern zu vermeiden.

Die Asiatische Hornisse bleibt ein Thema, das sowohl Anwohner als auch Behörden beschäftigt. Mit den neuen Maßnahmen und der Einrichtung des Meldeportals zeigt der Kreis Wesel, dass er gewillt ist, aktiv gegen die Ausbreitung dieser invasiven Art vorzugehen. Die Zusammenarbeit zwischen der Bevölkerung, den Imkern und den Behörden wird entscheidend sein, um die Herausforderungen, die diese Hornisse mit sich bringt, erfolgreich zu bewältigen.