In Viersen tut sich etwas Spannendes: Der Sportverein Concordia Viersen hat den ersten Spatenstich für ein neues Vereinsheim am Helenenberg in Helenebrunn gesetzt. Dieser feierliche Moment fand in Anwesenheit wichtiger Persönlichkeiten statt, darunter der Vorsitzende Andreas Harmes sowie die Vertreter des Vereins, Uwe Arnoldi und Michael Fasselt. Gemeinsam mit der Viersener Sparkassenstiftung, vertreten durch Sevdiye Ucar und Stefan Vander, wurde der Grundstein für ein modernes und nachhaltiges Gebäude gelegt. Harmes betonte die wertvolle Unterstützung der Sparkassenstiftung für dieses Projekt, das der Gemeinschaft zugutekommen soll.
Das neue Vereinsheim wird eine Fläche von etwa 70 Quadratmetern umfassen und in nachhaltiger Holzrahmenbauweise errichtet. Die Baggerarbeiten zum Aushub des Kellers beginnen unmittelbar nach dem Spatenstich, und die Fertigstellung des Rohbaus wird für diesen Sommer erwartet. Das Gebäude wird als multifunktionaler Treffpunkt dienen und beinhaltet einen Mehrzweckraum, eine Küche sowie Sanitärbereiche und Lager- und Technikflächen im Keller. Besondere Aufmerksamkeit wird auf die energetischen Standards gelegt, die durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach unterstützt werden sollen. So wird ein moderner, ressourcenschonender und barrierearmer Versammlungsort für die Vereinsmitglieder geschaffen.
Gesund und nachhaltig bauen in Viersen
Doch das ist nicht das einzige Bauprojekt in der Region. Im Dezember 2021 fand ein Best-Practice-Besuch des Healthy Building Network (HBN) in Viersen statt, an dem rund 100 Vertreter aus der Baubranche, darunter Architekten und Zimmerleute, teilnahmen. Sie besichtigten das neue Archiv des Kreises Viersen, das kurz vor der Fertigstellung stand. Landrat Dr. Andreas Coenen hob die Vorbildfunktion der öffentlichen Hand hervor, insbesondere angesichts der innovativen Bauprinzipien, die hier zur Anwendung kommen.
In diesem Archiv wird auf eine umfassende energetische Versorgung gesetzt, die keine Nutzung von Gas oder Pellets beinhaltet. Stattdessen wird eine Kombination aus Kraftdach, Eisspeicher und Brunnenanlage verwendet. Diese zukunftsorientierte Herangehensweise an den Bau soll nicht nur ökologisch, sondern auch funktional überzeugen: Anforderungen wie kontinuierliche Temperatur, konstanter Feuchtigkeitsgehalt und die Möglichkeit, schwere Lasten zu tragen, stehen im Fokus. Auch die Verwendung von regionalen Materialien, wie Klinker aus Fabrikabbruch und Innenwänden aus Lehm-Trockenbau, unterstreicht das Ziel einer nachhaltigen Bauweise.
Ein Blick in die Zukunft
Die Entwicklungen in Viersen zeigen eindrucksvoll, wie Sport und Gesundheit Hand in Hand gehen können. Während Concordia Viersen ein neues Zuhause für seine Mitglieder schafft, wird gleichzeitig ein Zeichen für nachhaltiges Bauen gesetzt. Die Kombination aus modernen Bauweisen und ökologischen Standards könnte nicht nur Vorbild für weitere Projekte in der Region sein, sondern auch einen positiven Einfluss auf die Gemeinschaft und deren Zusammenhalt haben.
Die Eröffnungen dieser Projekte bieten nicht nur Raum für sportliche Aktivitäten, sondern auch für gesellschaftliche Begegnungen und ein gesundes Miteinander. Ein echter Gewinn für Viersen und seine Bürger!