Am heutigen 5. Juni 2026 hat die Diakonie Stiftung Krefeld & Viersen spannende personelle Veränderungen im Vorstand und Kuratorium bekannt gegeben. Diese Entscheidungen sind nicht nur von Bedeutung für die Organisation selbst, sondern auch für die sozialen Projekte, die sie unterstützt. Die Stiftung hat sich dem Ziel verschrieben, durch Spenden, Erbschaften und Zustiftungen soziale Projekte zu fördern, insbesondere Wohngemeinschaften für Frauen, die von Wohnungslosigkeit bedroht sind. Ein wichtiges Thema, das nicht nur Krefeld, sondern auch den Kreis Viersen betrifft.
Ein großer Umbruch steht an, denn Dr. Michael Schöler scheidet aus dem Vorstand aus – seine Position wird nicht neu besetzt. Dennoch bleibt der Vorstand weiterhin stark besetzt mit Sylvia Weichelt-Zentgraf als Vorsitzender, Ludger Firneburg und Martin Schmidt, der als stellvertretender Vorsitzender fungiert. Neu im Kuratorium ist Ina Spanier-Oppermann, die zum Vorsitz gewählt wurde, und Dr. Sören Lehmann, der als stellvertretender Vorsitzender antritt. Es ist bemerkenswert, dass Dr. Lehmann Mitinitiator der Aktion „Heft und Stift“ ist, die Kinder aus finanzschwachen Familien unterstützt. Damit wird deutlich, dass die Stiftung nicht nur auf die akuten Bedürfnisse von Wohnungslosen fokussiert ist, sondern auch auf die langfristige Unterstützung junger Generationen.
Herausforderungen der Wohnungslosigkeit
Die Problematik der Wohnungslosigkeit bleibt ein bedeutendes gesellschaftliches und sozialpolitisches Thema, das oft im Verborgenen bleibt. Besonders Frauen sind von diesem Thema betroffen, und ihre Schwierigkeiten sind nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Viele fliehen vor häuslicher Gewalt und erleben Wohnungslosigkeit als schambesetzt. Mietschulden und familiäre Brüche sind häufig die Hauptgründe für diesen dramatischen Lebensumstand. Häufig suchen betroffene Frauen vorübergehend Unterkunft bei Freunden oder Angehörigen – oft unter prekären Bedingungen. Man kann sich vorstellen, wie belastend das sein muss.
In gemischten Notunterkünften fühlen sich viele Frauen gefährdet und sind oft Opfer von sexueller und körperlicher Gewalt. Hier setzt die Diakonie Krefeld/Viersen an und bietet effektive Hilfe für wohnungslose Frauen an. Ein Lichtblick in dieser oft tristen Realität ist das Projekt „Ein neues Zuhause für Wohnungslose Frauen“, das seit 2021 in Zusammenarbeit mit dem ZONTA Club Krefeld am Rhein durchgeführt wird. Dank regelmäßiger Spenden kann dieses Projekt weiterhin erfolgreich unterstützt werden und zeigt, dass es auch Hoffnung gibt.
Ein Blick in die Zukunft
Im Juni 2025 wurde das Engagement von Martina Czernia, der neuen Präsidentin des ZONTA Clubs, deutlich, die Jan Vander, den Leiter der Wohnnotfallhilfe, und Nadine Pauser, die Leiterin der Einrichtung für ambulant betreutes Wohnen in Krefeld, einlud, um von den Fortschritten der Hilfeeinrichtungen zu berichten. Solche Initiativen sind wichtig, um die Öffentlichkeit für die Thematik zu sensibilisieren und um effektive Unterstützung zu gewährleisten. Die Diakonie Stiftung und ihre Partner arbeiten Hand in Hand, um Wohnungsnot zu bekämpfen und den betroffenen Frauen ein Stück Normalität zurückzugeben.
Zusammengefasst, es gibt viel zu tun, und die personellen Veränderungen in der Diakonie Stiftung Krefeld & Viersen sind ein Schritt in die richtige Richtung, um die Herausforderungen der Wohnungslosigkeit anzugehen. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die neuen Strukturen auf die Unterstützung von Frauen in Not auswirken werden. Es bleibt zu hoffen, dass mit frischen Ideen und engagierten Menschen im Vorstand und Kuratorium noch mehr erreicht werden kann.