Ein Besuch, der die Sinne belebt! Am 12. Juli 2025 haben zwei Kollegen aus dem Kölner Bauamt, die sich mit Stadtentwicklung und Klimaschutz beschäftigen, den historischen Gemüsehof in der niederländischen Gemeinde Beesel besucht. Auf Einladung der Stiftung “Stichting Vergenten Groenten” hatten sie die Gelegenheit, die vielseitige Anlage im idyllischen Rijkel zu erkunden.
Der historische Gemüsehof erstreckt sich über etwa 3 Hektar und verbindet Historie mit nachhaltiger Landwirtschaft. Etwa die Hälfte der Beetflächen wird für das Erlernen über Naturbildung, kreative Projektarbeiten und den Erhalt seltener Gemüsesorten genutzt. Die restliche Fläche ist dem Anbau von unbehandeltem, ökologisch bewirtschaftetem Gemüse gewidmet, das am Straßenverkauf angeboten wird. Die Erlöse aus diesem Verkauf kommen direkt der Stiftung zugute.
Ein Ort für Bildung und Erholung
Da der Garten von Juni bis Oktober täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr geöffnet ist, können Interessierte ganzjährig kostenlos vorbeischauen. Spenden sowie die jährliche Unterstützung der Stiftung sind jedoch immer willkommen. Freiwillige Helfer aus der Nachbargemeinde Brüggen haben die Möglichkeit, beim Anbau oder bei Veranstaltungen zu helfen. Informationen dazu gibt es unter stichting@vergetengroenten.nl.
Doch nicht nur der Anbau ist beeindruckend. Der historische Gemüsehof beherbergt auch ein liebevoll gestaltetes Kochstudio, die Kookboerderij, das in einem alten Bauernhaus aus dem Jahr 1900 eingerichtet wurde. Hier können Gruppen wie Familien oder Freunde gemeinsam kochen und sich zusammen am großen Tisch stärken, während sie alte niederländische Rezepte aus den Jahren 1800 bis 1930 ausprobieren. Auch werden nur die besten Zutaten verwendet, inklusive Fleisch, Käse und frisch gebackenem Brot.
Tradition trifft Innovation
Die Bedeutung dieser Anbaupraktiken ist nicht zu unterschätzen. Der Obst- und Gemüseanbau in der Region hat eine lange Geschichte und geht auf traditionelle Anbaumethoden zurück, die oft an die lokalen Gegebenheiten angepasst sind. Historische Anbautechniken umfassen beispielsweise terrassierte Felder und Fruchtfolgen, die den Boden schonen. Alte Sorten wie der „Zwergziegenapfel“ oder die „Rote Sternrenette“ haben hier ihren angestammten Platz gefunden, so mein-hofladen.info.
Doch der regionale Gemüseanbau steht nicht nur für Tradition. Die Herausforderungen, wie extreme Wetterbedingungen oder steigende Arbeitskosten, werden durch innovative Ansätze angegangen. Die Integration von Gewächshäusern und umweltfreundlichen Anbaumethoden sind wichtige Schritte in die Zukunft. Es gilt, tatsächlich nachhaltig zu wirtschaften und gleichzeitig frische, gesunde Lebensmittel bereitzustellen, die unseren Gaumen erfreuen und der Umwelt dienlich sind.
Integrierte Pflanzenschutzmaßnahmen und neue Züchtungstechniken sind nur einige der Trends, die in der Zukunft eine Rolle spielen werden. Somit zeigt der Gemüsehof in Beesel, dass traditionelle Landwirtschaft und moderne Ansätze Hand in Hand gehen können.
Für all diejenigen, die Interesse an der Naturbildung haben oder mehr über diese wunderbare Initiative erfahren möchten, bieten sich zahlreiche Möglichkeiten auf der Webseite der Stiftung unter www.stichtlingvergetengroenten.nl. Schulklassen sind nach vorheriger Absprache herzlich eingeladen, sich in diesem Lehrgarten eine Auszeit vom Schulalltag zu nehmen.
Ein lohnenswerter Besuch, der nicht nur den Gaumen erfreut, sondern auch das Bewusstsein für nachhaltige Landwirtschaft schärft!