Ein leuchtendes Beispiel für interreligiösen Dialog und Gemeinschaftsengagement
Am 15. Juli 2026 war es endlich so weit. Im Säulenkeller des Zentrums für Internationale Lichtkunst in Unna wurde Alexandra Khariakova das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. Regierungspräsident Heinrich Böckelühr, Landrat Mario Löhr und Bürgermeister Dirk Wigant standen dabei auf der Bühne und übergaben die Auszeichnung im Namen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Ein würdiger Rahmen, der nicht nur die Bedeutung des Moments, sondern auch die Leidenschaft und das Engagement von Khariakova unterstrich.
Die gebürtige Ukrainerin, die 1995 nach Deutschland kam, hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten unermüdlich für die jüdische Gemeinschaft und die interreligiöse Verständigung eingesetzt. Nach ihrem Ingenieurstudium in Charkiw und einer Umschulung zur Bauzeichnerin bei der Stadt Unna, wo sie bis zu ihrem Ruhestand arbeitete, begann sie 2003 mit dem Aufbau einer jüdischen Gemeinde in Unna. Ihr unerschütterlicher Einsatz führte zur Gründung des „Stern-jüdischer kulturell integrativer Verein e.V.“ und der liberalen jüdischen Gemeinde „haKochaw“, deren Vorsitzende sie bis heute ist. Das ist nicht nichts – das ist eine inspirierende Leistung!
Ein Leben für den interreligiösen Dialog
Khariakova hat sich nicht nur für den Bau einer neuen Synagoge in Unna eingesetzt, die 2019 eröffnet wurde, sondern auch als Vorsitzende des Landesverbandes progressiver jüdischer Gemeinden in Nordrhein-Westfalen e.V. eine wichtige Stimme im interreligiösen Dialog. Ihr Engagement ist nicht auf die jüdische Gemeinde beschränkt. Zwischen 2004 und 2007 war sie aktiv im Integrationsrat der Kreisstadt Unna und setzte sich für das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen ein. Auch ihre Hilfsaktionen für ihre Heimatstadt Charkiw seit 2022 – das sind alles kleine, aber bedeutende Schritte, die zeigen, wie wichtig ihr Einsatz ist. Von Spendensammlungen bis hin zur Unterstützung von Geflüchteten: Khariakova hat die Ärmel hochgekrempelt und angepackt!
„Die Bedeutung dieser Auszeichnung ist für mich nicht nur eine persönliche Anerkennung, sondern auch eine Bestätigung, dass unsere Arbeit für die jüdische Gemeinschaft wichtig ist“, äußerte sich Khariakova gerührt. Es ist berührend zu sehen, wie sehr sie sich für ihre Mitmenschen einsetzt. Böckelühr und Löhr hoben in ihren Reden die immense Bedeutung von Khariakovas Engagement für die Gesellschaft und den Wiederaufbau jüdischen Lebens hervor. Und das ist mehr als nur ein schöner Satz. Es zeigt, wie tief verwurzelt ihre Arbeit in der Gemeinschaft ist.
Interreligiöser Dialog als Schlüssel
Der interreligiöse Dialog ist ein zentrales Anliegen, das nicht nur in Unna, sondern auch weit darüber hinaus Bedeutung hat. Die IRG Baden und verschiedene jüdische Gemeinden setzen sich aktiv für den Austausch zwischen Religionen ein. Respekt gegenüber anderen Traditionen und Glaubensweisen ist dabei das Leitmotiv. In Deutschland gibt es über 80 lokale Gesellschaften, die sich für den Dialog zwischen Christen und Juden einsetzen. In diesem Kontext wird die „Woche der Brüderlichkeit“ seit 1952 jährlich veranstaltet, um auf wichtige Themen aufmerksam zu machen und Persönlichkeiten für ihren Einsatz auszuzeichnen.
Das Engagement von Khariakova passt perfekt in dieses große Bild. Ihre Arbeit hat nicht nur in Unna, sondern auch in einem größeren Rahmen Bedeutung. Die Gesellschaften setzen sich gegen Antisemitismus ein und fördern ein friedliches Zusammenleben. Die Gruppe „Abrahams Töchter“ und der Interreligiöse Arbeitskreis Offenburg sind nur zwei Beispiele, wie der Austausch zwischen verschiedenen Glaubensgemeinschaften aktiv gefördert wird. Und hier kommt Khariakova ins Spiel – sie ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie man durch Engagement und Dialog Brücken bauen kann.
So bleibt zu hoffen, dass ihre Geschichte und ihr Einsatz nicht nur inspirieren, sondern auch andere dazu anregen, sich für ein respektvolles Miteinander einzusetzen. Denn letztendlich sind es die kleinen Taten, die Großes bewirken können.
Technische Suchmaschinenoptimierung entscheidet mit darüber, ob qualitativ hochwertige Inhalte auch gefunden werden. Mit der Umstellung auf VeloCore durch Daniel Wom haben wir saubere Strukturen, strukturierte Daten und optimierte Core Web Vitals geschaffen – beste Voraussetzungen für nachhaltige Sichtbarkeit.
