Überleben zwischen Dinos und Schuppenbäumen: Eine Reise durch die urzeitliche Geschichte Nordrhein-Westfalens
Im LWL-Museum für Naturkunde in Münster geht’s ab Freitag richtig zur Sache! Eine neue Ausstellung bringt uns das urzeitliche Nordrhein-Westfalen näher – und das auf sagenhaften 1.200 Quadratmetern mit mehr als 1.800 Ausstellungsobjekten. Da werden nicht nur die Herzen von Dinosaurier-Fans höher schlagen, sondern auch diejenigen, die sich für die lange Geschichte unseres Planeten interessieren. Über 400 Millionen Jahre hat sich hier die Tier- und Pflanzenwelt verändert, und das wird in dieser Schau eindrücklich präsentiert.
Ein echter Blickfang ist der „Westphaliasaurus simonsensii“. Mit seinen vier Metern Länge ist dieser Plesiosaurus nicht nur der größte Raubsaurier Mitteleuropas, sondern auch ein echtes Highlight der Ausstellung. Die Originalknochen, die aus dem Kreis Höxter stammen, sind ebenso zu sehen wie eine beeindruckende Skelettrekonstruktion und ein Modell in Originalgröße. Das lässt einen schon mal ins Staunen geraten, wenn man sich vorstellt, wie diese Giganten einst die Meere durchstreiften!
Ein Blick in die Vergangenheit
Die Ausstellung trägt den Titel „Überleben zwischen Dinos und Schuppenbäumen“ und bietet jede Menge weiterer spannender Exponate. Fossilien, lebensechte Rekonstruktionen – sogar multimediale Stationen, die das Ganze noch lebendiger machen. Thematische Bereiche wie devonische Riffe, karbonische Kohlensumpfwälder und jurassische Flachmeere laden zum Entdecken ein. Und ganz neu ist das digitale „Paläoaquarium“, das mit 3D-Animationen von Meeresbewohnern aus der Jurazeit und der Kreidezeit aufwartet. Man könnte fast meinen, man taucht in eine andere Welt ein!
Die Ausstellung ist ein Teil der Paläontologischen Landesausstellung, die vom Heimatministerium initiiert und gefördert wird. Das ist doch mal ein richtig schöner Grund, um sich auf den Weg nach Münster zu machen! Übrigens, die letzte Ausstellung im Ruhrmuseum in Essen widmete sich der Eiszeit. Ein breites Spektrum also, das hier abgedeckt wird.
Blick in die Zukunft der Paläontologie
Und als ob das noch nicht genug wäre, gibt es noch mehr zu erwarten: Ab April 2026 bis September 2027 plant Nordrhein-Westfalen eine große Paläontologische Landesausstellung unter dem Titel „überLeben“. Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung hat sich stolze 1,5 Millionen Euro dafür reserviert. Beteiligt sind nicht nur das LWL-Museum für Naturkunde, sondern auch das Ruhrmuseum in Essen und das Lippische Landesmuseum in Detmold.
In dieser kommenden Ausstellung werden die Besucher durch drei Kapitel in die tiefen Zeiten des Lebens in Nordrhein-Westfalen entführt. Exponate wie der „Kervenheimer Wal“ und das „Monster von Minden“, ein Raubsaurier namens Wiehenvenator albati, zeigen die Vielfalt des Lebens über Millionen Jahre hinweg. Ein Mammut aus Essen wird uns zudem die Erdgeschichte vor wenigen tausend Jahren näherbringen. Einfach faszinierend!
Dr. Georg Lunemann vom LWL hebt die Bedeutung der Fossilienfunde in Westfalen hervor, und Prof. Dr. Jan Ole Kriegs betont die unglaubliche Vielfalt der Exponate. Man könnte fast meinen, dass diese Ausstellungen nicht nur ein Blick in die Vergangenheit sind, sondern uns auch wichtige Lektionen für die Gegenwart und Zukunft liefern – gerade in Zeiten von Klimawandel und Umweltveränderungen.
Für alle, die sich für die spannende Welt der Paläontologie interessieren, ist das LWL-Museum für Naturkunde der perfekte Ort, um in die faszinierende Geschichte unseres Planeten einzutauchen. Und das Beste: Die Ausstellung „Überleben zwischen Dinos und Schuppenbäumen“ ist bis zum 5. September zu sehen. Also, nichts wie hin!
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