Heute ist der 12.06.2026, und in Steinfurt gibt es Neuigkeiten, die nicht nur lokal, sondern auch international für Aufsehen sorgen. Die Kreishandwerkerschaft Steinfurt Warendorf hat vor Kurzem einen Workshop in Kairo abgehalten, und das im Auftrag der Bundesregierung sowie der GIZ. Was als eine Art Austausch gedacht war, entwickelte sich schnell zu einem lebhaften Treffen, das ganz im Zeichen der erneuerbaren Energien stand. Ein wichtiges Ziel? Kompetenzen für eine nachhaltige Wirtschaft vermitteln und eine Öffentlichkeitskampagne für „Grüne Jobs“ ins Leben rufen. Es ist erfrischend zu sehen, wie hier eine Brücke zwischen Privatwirtschaft, Ministerien und Ausbildungsinstitutionen geschlagen wird.

Frank Tischner, der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, war bereits zum zweiten Mal in Ägypten und zeigte sich beeindruckt von der hohen Beteiligung und dem Enthusiasmus der Entscheidungsträger aus Privatwirtschaft, Verwaltung und Berufsfachschulen. Ein Erfolgsfaktor sei die Zusammenarbeit der drei relevanten Akteure, so Tischner. Das erinnert mich an frühere Projekte, wie die IRESA-Initiative in Südafrika, die ja auch weiterhin aktiv ist. Der Blick auf Ägypten ist besonders spannend, denn hier gibt es enormes Potenzial für erneuerbare Energien, das nur darauf wartet, genutzt zu werden. Die kommenden 12 Monate sind entscheidend – dann heißt es, Chancen für Beschäftigung einem breiten Interessentenkreis näherzubringen. Und wie sieht der Plan aus? Eine Social Media-Kampagne und persönliche Gespräche mit Entscheidungsträgern stehen auf der Agenda. Unterstützung kommt natürlich auch durch den Verband aus Deutschland.

Ein Blick auf die Bildungslandschaft

Doch das ist nicht alles. Ägypten, mit seinen 104 Millionen Einwohnern – zwei Drittel davon unter 30 Jahren – kämpft mit einer steigenden Arbeitslosenquote, die von 7,8 % im Jahr 2019 auf 9,3 % im Jahr 2022 geklettert ist. Laut Weltbank ist der Druck auf den Arbeitsmarkt enorm. Gerade hier setzt die Bildungsstätte, die im Rahmen des Workshops ins Leben gerufen wurde, an. Sie zielt darauf ab, Fachkräfte auszubilden und die Kluft zwischen benötigten Fähigkeiten und Qualifikationen zu schließen. Maßgeschneiderte Schulungen in Bereichen wie Mechanik, Elektrik, Automation und erneuerbare Energien werden angeboten. Und die Akademie hat das Vertrauen der Unternehmen bereits gewonnen – das ist eine gute Basis!

Ein weiteres Highlight: Die Akademie ist sogar von der Global Wind Organization für Sicherheitstrainings in Windparks zertifiziert. Das zeigt, wie ernst man es hier mit dem Thema nachhaltiges Wachstum nimmt. Seminare über Dekarbonisierung und grünen Wasserstoff wurden bereits für das ägyptische Erdöl- und Elektrizitätsministerium durchgeführt. So reagiert die Akademie auf die steigende Nachfrage nach Kompetenzen in diesen zukunftsträchtigen Technologien. Außerdem fördert die ägyptische Regierung aktiv grüne Projekte zur Energieerzeugung, insbesondere Windparks und grünen Wasserstoff. Das ist doch ein frischer Wind, der hier weht!

Ein Netzwerk für die Zukunft

Die Zusammenarbeit zwischen der Kreishandwerkerschaft Steinfurt Warendorf und den ägyptischen Partnern ist ein spannendes Beispiel für internationale Kooperation im Bereich der Bildung und des Handwerks. Wenn ich an die Begeisterung der Teilnehmer in Kairo denke, spüre ich die Aufbruchsstimmung – die Chance, mit neuen Ideen und Ansätzen die Herausforderungen der Zeit zu meistern. In einer Welt, die sich rapide verändert, sind solche Initiativen nicht nur wünschenswert, sondern notwendig. Man merkt, dass es hier um mehr als nur um den Austausch von Wissen geht – es geht um die Schaffung von Perspektiven und um die Hoffnung auf eine bessere Zukunft für viele Menschen.

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