Heute ist der 18.05.2026, und während die Sonne über Steinfurt aufgeht, erreicht uns aus Greven eine spannende Nachricht über die Integration ausländischer Auszubildender. Im noltewerk arbeiten drei junge Männer aus Indien, die, ausgestattet mit Sprachzertifikaten, hier ihre Ausbildung beginnen. Die Deutschkenntnisse der Azubis sind zwar vorhanden, aber besonders im Fachjargon gibt es noch Raum für Verbesserungen. Das ist nicht unüblich, schließlich ist es eine ganz neue Welt, die sie hier betreten.
Markus Schultewolter, der Betriebsleiter und Prokurist des noltewerks, hat seine Erfahrungen mit den Azubis geteilt. Sie erhalten nicht nur Unterstützung im Betrieb, sondern besuchen auch einen Bildungsträger in Greven. Das klingt nach einer soliden Grundlage, um sich in Deutschland zurechtzufinden. Außerdem sind die jungen Männer auch aktiv im Schachclub und im Fußballverein. Das ist eine großartige Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und das Gefühl von Zusammengehörigkeit zu stärken. Schultewolter hat zudem einen wertvollen Tipp: Ausländische Nachwuchskräfte sollten in deutschen Gastfamilien wohnen, um sich besser einzuleben. Das klingt nach einer Idee, die nicht nur die Sprache fördert, sondern auch kulturelle Brücken schlägt.
Wachsendes Interesse an internationalen Talenten
Der IHK-Geschäftsbereichsleiter für Bildung und Fachkräftesicherung, Carsten Taudt, hat festgestellt, dass immer mehr Unternehmen im Ausland nach Nachwuchskräften suchen. Ein klarer Hinweis darauf, dass hierzulande die Bewerbungen aus dem Inland nicht ausreichen. Die Unterstützung beim Ankommen ist dabei vielfältig: von Visaprozessen über die Wohnraumsuche bis hin zu Sprachförderung und dem leidigen Thema Heimweh. Dr. André Böing, IHK-Willkommenslotse, hebt hervor, wie wichtig es ist, junge Menschen aus anderen Ländern im Betrieb und im Alltag zu unterstützen. Das klingt nach einer Mammutaufgabe, aber mit dem richtigen Ansatz durchaus machbar.
Nadine Timmermeyer von Nientiedt hat einen weiteren praktischen Hinweis: Ausreichend Betreuungszeit für Azubis einzuplanen, vor allem für Behördengänge. Wer schon einmal in Deutschland mit dem bürokratischen Dschungel zu kämpfen hatte, weiß, wovon sie spricht. Ein Azubi aus Marokko hat seine Sprachkenntnisse sogar auf kreative Weise verbessert – er stellte sein Handy auf Deutsch um, schaute deutsche Filme und besuchte das Fitnessstudio. Das ist ein Beispiel für Eigeninitiative, die belohnt werden sollte.
Erfolgreiche Integration im Fokus
Andreas Beckhaus vom Landhotel HermannsHöhe in Legden hat es vorgemacht: Er stellte 40 junge Menschen aus Indonesien ein und übernahm nach der Ausbildung elf von ihnen. Eine wahre Erfolgsgeschichte! Beckhaus legt großen Wert darauf, dass alle Azubis einen Deutschkurs besuchen und im Betrieb nur Deutsch sprechen. Das ist ein klarer Fahrplan zur Integration. Seine Ernennung zum Regionalbotschafter für Nordrhein-Westfalen zeigt, dass sein Wissen und seine Erfahrung geschätzt werden. Hier wird klar, dass es keine Patentlösung gibt, aber viele gute Praxisbeispiele, die Nachahmer finden können.
Die IHK-Willkommenslotsen spielen eine zentrale Rolle in diesem Prozess der Integration. Sie unterstützen die Mitgliedsbetriebe und werden sogar durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Das klingt nach einer wichtigen Initiative, die dazu beiträgt, die Herausforderungen bei der Integration internationaler Auszubildender zu meistern. Es ist ermutigend zu sehen, wie viele gute Ansätze es gibt, die nicht nur das Arbeitsleben, sondern auch den Alltag der Azubis im Blick haben.