Im Kreis Soest hat die innovative App „Corhelper“ bereits 57 Menschenleben gerettet. Diese Technologie alarmiert registrierte Helfer in der Nähe von einem Herzstillstand und ermöglicht so schnelle Reanimationsmaßnahmen. Der Test dieser App begann im September 2021, und seit Anfang 2023 ist die Nutzung aktiv. Trotz der positiven Ergebnisse ist die Zahl der registrierten Corhelper mit rund 1560 Personen als unzureichend zu betrachten, denn in 50% der Fälle war kein Helfer verfügbar, wenn ein Herzstillstand eintrat.

Um dem entgegenzuwirken, hat der Kreis Soest eine Wiederbelebungsaktion an Berufskollegs ins Leben gerufen, um mehr Menschen als Corhelper zu gewinnen. Schüler, wie der engagierte Mohammed Ansari, wurden in der Reanimation geschult und betonen, dass es unerlässlich ist, diese lebensrettenden Fähigkeiten frühzeitig zu erlernen. Bei einem Herzstillstand ist es entscheidend, sofort den Notruf 112 zu wählen und mit der Herzdruckmassage zu beginnen. Diese sollte im Takt von Liedern wie „Stayin‘ Alive“ oder „Highway to Hell“ erfolgen – ein kreativer Ansatz, um die richtige Rhythmik zu finden!

Die Voraussetzungen für Corhelper

Um als Corhelper aktiv werden zu können, benötigt man die Corhelper-App, ein iOS- oder Android-fähiges Handy sowie einen Nachweis über einen Erste-Hilfe-Kurs und eine kurze Helferschulung. Es gibt zudem spezielle, kürzere Kurse zur Wiederbelebung, die anerkannt werden und die Teilnahme erleichtern. Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung, um die Anzahl der Helfer zu erhöhen und die Überlebenschancen bei plötzlichem Herzstillstand zu steigern.

Initiativen zur Lebensrettung

Ein weiterer wichtiger Baustein in der Aufklärung über lebensrettende Maßnahmen ist die Initiative „Herzsicher“, die von der Björn Steiger Stiftung, der Deutschen Herzstiftung und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) ins Leben gerufen wurde. Ziel dieser Initiative ist es, lebensrettende Fähigkeiten in der Gesellschaft zu verankern und die Überlebenschancen bei plötzlichem Herzstillstand zu erhöhen. Kostenfreie Schulungen zur Wiederbelebung und zum Einsatz von AED-Geräten sind zentrale Bestandteile des Programms.

Diese Schulungen werden von zertifizierten Erste-Hilfe-Trainern des Verbandes privater Erste-Hilfe Schulen (VpEH) durchgeführt und finden in Vereinsheimen, Büros und sogar Wohnzimmern in ganz Deutschland statt. Der Fokus liegt dabei auf Aufklärung, praxisnaher Vermittlung und einem positiven Zugang zum Thema Erste Hilfe. Gemeinsam können wir so die Sicherheit in unserer Gemeinschaft erhöhen und das Bewusstsein für die Bedeutung von Wiederbelebungsmaßnahmen schärfen.

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