In der ruhigen Stadt Soest, wo die Auen den Himmel spiegeln und die Menschen sich gerne in den kleinen Cafés versammeln, gibt es Neuigkeiten, die das kirchliche Leben hier in den kommenden Jahren prägen werden. Propst Dietmar Röttger wurde vom Erzbistum Paderborn als Übergangsleiter für den neuen Seelsorgeraum Hellweg ernannt. Diese Ernennung wird die Weichen für eine spannende Phase stellen, in der die pastoralen Räume Soest, Werl, Teile von Hamm und Lippetal zusammenwachsen werden.

Am 13. Juli wurde ein neues Gesetz zur Errichtung der Seelsorgeräume und zur Gestaltung der Übergangsphase verschickt – ein Schritt, der nicht nur die Struktur der Pfarreien beeinflussen wird, sondern auch das Miteinander der verschiedenen Gemeinden. Mit dem Start der Übergangsphase am 1. Advent 2026 können die Menschen in der Region gespannt sein, wie sich die Dinge entwickeln. Die Gespräche mit der Diözese, die für den 13. Oktober angesetzt sind, versprechen, spannende Einblicke in die zukünftige Struktur zu geben. Die genaue Substruktur des Seelsorgeraums Hellweg ist zwar noch nicht festgelegt, doch die Vorfreude ist groß.

Ein neuer Weg für die Seelsorge

Im Bistumsprozess „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ setzt das Erzbistum Paderborn auf eine umfassende Neugestaltung der Seelsorgeräume. Insgesamt sollen 21 künftige Seelsorgeräume bis zum 1. Advent 2026 entstehen. Diese klar umschriebenen Gebiete werden ein eigenes pastorales Profil haben und sollen durch die Zusammenarbeit von ehrenamtlich Engagierten, pastoralen Mitarbeitern sowie Verwaltungsleitungen lebendig werden. Röttger wird hierbei die Koordination und Moderation aller Akteure im Seelsorgeraum übernehmen, was eine große Herausforderung darstellt.

Ein Übergangsrat wird eingerichtet, der aus Vertretern der Pfarreien aus Soest, Werl, Lippetal und Hamm besteht. Dies soll nicht nur die Teilhabe an Entscheidungsprozessen gewährleisten, sondern auch verschiedene Perspektiven bündeln. Propst Röttger betont die Notwendigkeit, eine gemeinschaftliche Lösung mit der Diözese zu finden und warnt vor der Verschärfung von Fronten. Das Subsidiaritätsprinzip wird dabei eine zentrale Rolle spielen: Entscheidungen sollen möglichst vor Ort getroffen werden, um den Menschen in den Gemeinden gerecht zu werden.

Die Zukunft der Pfarreien

Die endgültige Leitung des Seelsorgeraums wird ein Trio aus einem Pfarrer, einem Verwaltungsleiter und einer Person für pastorale Koordination übernehmen. Die Bewerbungsphase für dieses Leitungstrio beginnt im kommenden Jahr. Die Substrukturen, die in den Seelsorgeräumen geschaffen werden, sollen lokale und thematische Verantwortung in den künftigen Pfarreien sichern. Lokale Gemeindeteams können Verantwortung für das kirchliche Leben an konkreten Orten übernehmen, während thematische Teams spezifische Themen und Zielgruppen im Blick haben.

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Die Fusionen von Kirchengemeinden werden erst ab dem 1. Januar 2028 in die Tat umgesetzt. Bis dahin bleibt die Verantwortung der bestehenden Gremien gewahrt. Es wird eine strategische, lokale und thematische Ebene innerhalb der Seelsorgeräume geben, die sicherstellt, dass die jeweilige Gemeinschaft in ihrer Vielfalt gesehen wird. Generalvikar Bredeck hat zudem betont, dass kirchliches Leben nicht zentralisiert wird, was für viele ein beruhigendes Zeichen ist.

Ein Netzwerk für den Glauben

In jedem Seelsorgeraum wird ein Pastorales Zentrum eingerichtet, das der Ort für hauptamtliche, hauptberufliche und ehrenamtliche Angebote sein wird. Die genaue Anzahl und die Standorte dieser verlässlichen Orte werden gemeinsam beraten, was die Beteiligung der Gemeinden an der Gestaltung ihres Glaubenslebens unterstreicht. Hier wird ein Netzwerk für lokale Mitgestaltung geschaffen, in dem alle Akteure zusammenarbeiten – von den Seelsorgerinnen und Seelsorgern bis hin zu den Verwaltungsleitungen und weiteren Fachkräften.

Die Vorfreude auf die kommenden Veränderungen in Soest ist spürbar. Die Menschen hier sind offen für neue Wege, um ihren Glauben zu leben und zu gestalten. Die kommenden Monate und Jahre werden zeigen, wie sich diese Visionen in die Realität umsetzen lassen und wie das Miteinander in den neuen Seelsorgeräumen aussehen wird. Es bleibt spannend, auch wenn der Weg dahin noch einige Herausforderungen bereithält!

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