Soest, ein Ort, der durch die Hingabe seiner Bürger lebendig wird, hat kürzlich einen ganz besonderen Ehrenamtstag im Blauen Saal gefeiert. Die Stadt lud alle Ehrenamtlichen ein, um ihre unermüdliche Arbeit zu würdigen. Und was soll ich sagen? Knapp 200 engagierte Menschen haben sich eingefunden – doppelt so viele wie erwartet! Ein wahres Zeichen dafür, wie wichtig das Ehrenamt für diese Gemeinschaft ist.

Unter den Teilnehmern war auch Andrea Rostel, eine bemerkenswerte Feuerwehrfrau. Sie zeigte, wie man einen Engels aus Papier schneidet und überreichte ihn stolz einem Feuerwehrvertreter. Ein kleiner, aber feiner Moment, der die Kreativität und den Zusammenhalt innerhalb der Feuerwehr widerspiegelt. Thomas Gerwin, der Leiter des Ratsbüros, konnte mit Begeisterung von dieser hohen Teilnehmerzahl berichten und die Bedeutung des Ehrenamts in Soest unterstreichen.

Erfahrungen und Geschichten

Die Vielfalt der Ehrenamtlichen in Soest ist schier überwältigend, viele agieren im Hintergrund und machen es möglich, dass das soziale Miteinander floriert. So berichteten Vertreter verschiedener Organisationen von ihren Erfahrungen. Feuerwehrmann Lorenz Kammler verglich den Einsatz im Ehrenamt mit dem Ehrgeiz im Sport – und das ist wohl wahr! Es braucht nicht nur Engagement, sondern auch eine gehörige Portion Teamgeist.

Sonja Wolfer von der Soester Tafel teilte bewegende Geschichten aus ihrer Arbeit, während Holger Vock, der Vorsitzende des Stadtsportverbands, die Bedeutung von Kontakten und Netzwerken herausstellte. Und wie könnte man den unermüdlichen Einsatz von Gudrun Schmidt vom Tierschutzverein vergessen? Sie erzählte von ihrem Engagement im Tierheim – ihre Leidenschaft für die Tiere war in jedem Wort spürbar.

Gesichter des Ehrenamts

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Fotoausstellung mit dem Titel „Gesichter des Ehrenamts“. Diese Ausstellung stellt die Vielfalt und die vielen Gesichter des Ehrenamts in Soest dar. Bürgermeister Marcus Schiffer ließ es sich nicht nehmen, den Ehrenamtlichen für ihre wertvolle Arbeit zu danken. Ohne diese Menschen wäre Soest nicht das, was es ist: eine lebendige Gemeinschaft, die auf Zusammenhalt und Engagement basiert.

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Doch das Ehrenamt ist nicht nur auf Soest beschränkt. Es gibt unzählige Möglichkeiten, sich zu engagieren. Von der FAW Sozialprojekt Soest, das sich um soziale Anliegen kümmert, bis hin zum Deutschen Roten Kreuz, das Helfer im Katastrophenschutz sucht. Auch der Malteser Hilfsdienst ist aktiv, sei es durch die ehrenamtlichen Fahrer für das Malteser Mobil oder durch kreative Gruppen für Senioren. Die Liste ist lang und zeigt, wie viele Menschen bereit sind, ihre Zeit und Energie für das Gemeinwohl einzusetzen.

Ein wichtiger Teil der Gesellschaft

Ehrenamtliches Engagement ist seit den späten 1990er Jahren ein zentrales Thema in der Bundespolitik. Laut dem Freiwilligensurvey 2014 sind 44% der über 14-Jährigen in Deutschland ehrenamtlich aktiv. Das zeigt, wie tief verwurzelt das Ehrenamt in unserer Gesellschaft ist. Es ist nicht nur ein Zeichen der Solidarität, sondern auch ein Raum für persönliche Entwicklung und gemeinschaftliche Werte. Die Motive für solches Engagement sind vielfältig: Gemeinwohlorientierung, Geselligkeit und der Wunsch, positive Veränderungen zu bewirken.

Die Herausforderungen, die Ehrenamtliche oft bewältigen, sind nicht zu unterschätzen. Es ist wichtig, dass die Rahmenbedingungen stimmen – von Aufwandsentschädigungen bis hin zu Versicherungsschutz. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Engagierten weiterhin mit Freude und ohne Angst vor finanziellen Einbußen tätig sein können.

In Soest wird das Ehrenamt gefeiert – und das ist gut so! Es zeigt, dass Menschen bereit sind, für andere da zu sein, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Ihr Engagement macht den Unterschied und trägt maßgeblich zur Lebensqualität in der Stadt bei. Und das ist schließlich das, was zählt!