Am Pfingstmontag, dem 25. Mai, wird es wieder Zeit, die alten Mühlen zum Leben zu erwecken! Der 33. Deutsche Mühlentag lockt mit einem bunten Programm in den Rhein-Sieg-Kreis und darüber hinaus. Ein Highlight dieses besonderen Tages ist, dass rund 650 historische Mühlen in ganz Deutschland ihre Türen öffnen, um das Erbe der Mühlenkultur zu bewahren. Diese Veranstaltung wird von der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) sowie ihren regionalen Verbänden organisiert – da steckt also eine Menge Herzblut drin!
Die Mittelirsener Walzenmühle in Windeck ist ein echtes Schmuckstück, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Diese historische Wassermühle, die unter Denkmalschutz steht, ist seit 1820 in Familienbesitz und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, die bis ins Jahr 1577 reicht. Das oberschlächtige Wasserrad, das zwei Mahlgänge antreibt, ist ein beeindruckendes Zeugnis alter Handwerkskunst. Besucher können die Mühle von 11 bis 17 Uhr besichtigen und an Führungen teilnehmen – und das Beste? Der Eintritt ist frei! Für Rückfragen stehen Marion und Volker Bischoff unter 02686/81 60 zur Verfügung.
Radeln und Schlemmen
Wer gerne aktiv ist, dem sei die Fahrradtour zur Gammersbacher Mühle ans Herz gelegt. Diese geführte Tour, organisiert von den Wanderfreunden Bergisches Land, führt über 45 Kilometer durch die malerischen Landschaften des Königsforsts und der Wahner Heide. Nach der Besichtigung der Gammersbacher Mühle wartet ein gemeinsames Mittagessen auf die Teilnehmer. Die Tour ist auf maximal 20 Radler begrenzt, und die Kosten betragen bescheidene 3 Euro für Erwachsene, während Kinder und Mitglieder des SGV kostenlos teilnehmen können. Treffpunkt ist um 10 Uhr in Bergisch Gladbach-Gierath. Eine Anmeldung ist bis zum 24. Mai bei Jutta Neumann und Hans-Dieter König unter 0157/53030524 erforderlich. Und denkt dran: Trekkingrad oder Pedelec sind ein Muss, denn es geht ordentlich zur Sache!
Nicht zu vergessen ist der Oelchenshammer im LVR-Industriemuseum Engelskirchen, wo einer der letzten Schmiedehämmer im Rheinland zu bestaunen ist. Hier gibt es am Mühlentag von 13 bis 17 Uhr Schmiedevorführungen und ein kreatives Programm für die kleinen Besucher. Ein Tag voller Action und Bildung – was will man mehr? Für weitere Informationen sind die Aktionen online auf www.muehlenregion-rheinland.lvr.de zu finden.
Ein Blick über die Grenzen
Der Deutsche Mühlentag hat Tradition. Bereits vor mehr als 30 Jahren wurde die Idee geboren, dieses Kulturgut zu feiern! In den 90er-Jahren begannen regionale Mühlenveranstaltungen in Deutschland populär zu werden, inspiriert von den holländischen Mühlenfreunden. Seit 1994, als der erste Deutsche Mühlentag stattfand, hat sich das Konzept stetig weiterentwickelt. Jedes Bundesland gestaltet diesen Tag eigenständig, und dabei kommen Wind-, Wasser-, Dampf- und Motormühlen zum Einsatz. Führungen und kleine Feste bereichern das Erlebnis und geben den Besuchern nicht nur Einblicke in die Mühlen, sondern auch in das alte Müllerhandwerk.
Ein Beispiel für die Vielfalt der Mühlen ist die Mönchhof-Sägemühle, die am 9. Juni 2025 ihre Türen öffnete und von Uwe Schittenhelm, dem zweiten Vorsitzenden der Mühle, geleitet wurde. Hier konnten die Besucher Führungen erleben und die Mühle in Aktion sehen – ein echtes Erlebnis! Die Mönchhof-Sägemühle, die auf 590 Jahre Geschichte zurückblickt und mit einem 20 Jahre alten Wasserrad ausgestattet ist, hat sich zu einem beliebten Ziel entwickelt. Sie erhielt 2007 den Landschaftskulturpreis und wurde 2016 zum Museum des Monats ausgezeichnet.
Am Deutschen Mühlentag dreht sich alles um das Handwerk der Müller. Die Mühlenbetreiber zeigen stolz ihre Schätze und geben Einblicke in eine Welt, die oft in Vergessenheit gerät. Da wird der Besuch nicht nur zum Erlebnis, sondern auch zu einer Reise in die Vergangenheit. Ein Tag, der für Groß und Klein etwas bereithält und uns daran erinnert, wie wichtig es ist, unser kulturelles Erbe zu pflegen und weiterzugeben.