Im Rhein-Kreis Neuss hat in diesem Jahr ein spannendes neues Projekt seine Premiere gefeiert: Das Workshop-Format „Start-Lab Rhein-Kreis Neuss: Nachhaltige Ideen entwickeln – Zukunft gestalten“. Hierbei haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, unternehmerisches Denken zu entwickeln und gleichzeitig einen Blick in die regionale Gründungsszene zu werfen. Das Event, das über vier Tage lief, fand an Schulen wie dem Nelly-Sachs-Gymnasium in Neuss sowie dem Pascal-Gymnasium und der Wilhelm-von-Humboldt-Gesamtschule in Grevenbroich statt.

Das Ziel des Workshops ist klar: Jugendlichen eine Plattform zu bieten, um sich mit Themen wie nachhaltigem Wirtschaften, Klimaschutz und Unternehmertum auseinanderzusetzen. Organisiert wurde das Ganze vom Zdi-Netzwerk der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Rhein-Kreis Neuss in Zusammenarbeit mit dem FOM Hochschulzentrum Neuss. Ein besonderes Highlight war der Besuch im Impuls-Werk auf dem Areal Böhler, wo die Teilnehmer Einblicke in das regionale Gründungsökosystem bekamen und sich mit Start-ups austauschen konnten.

Die kreativen Köpfe hinter „Future-Sparks“

Ein echter Höhepunkt war die Abschlussveranstaltung im FOM-Hochschulzentrum Neuss, wo ein Pitch-Wettbewerb stattfand. Hier hatten die Schüler die Gelegenheit, ihre eigenen Geschäftsideen vorzustellen. Das Team „Future-Sparks“, bestehend aus Schülern der Wilhelm-von-Humboldt-Gesamtschule und des Bettina-von-Arnim-Gymnasiums, gewann mit ihrer innovativen App zur Berufsorientierung. Damit haben sie nicht nur das Publikum begeistert, sondern auch ein Zeichen gesetzt, dass Kreativität und Eigeninitiative in der Jugend gefördert werden müssen.

Das Projekt zielt darauf ab, die Eigeninitiative, Kreativität, Teamarbeit und Problemlösungskompetenz der Jugendlichen zu stärken. Außerdem eröffnet es neue Perspektiven für die Berufs- und Studienorientierung. Die Fortsetzung des Start-Lab Rhein-Kreis Neuss ist bereits in Planung, was zeigt, dass die Initiatoren auf das große Interesse der Schüler setzen.

Bildung für nachhaltige Entwicklung

In einem größeren Kontext fügt sich dieses Projekt in die Idee der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ein. BNE zielt darauf ab, junge Menschen zu befähigen, die Zukunft aktiv zu gestalten. Schulen spielen dabei eine entscheidende Rolle, indem sie nachhaltige Entwicklung im Unterricht verankern und Schülerinnen und Schülern die Kompetenz vermitteln, zwischen nachhaltigen und nicht nachhaltigen Lösungen zu unterscheiden.

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Ein übergreifender Ansatz ist hier entscheidend: Der Whole Institution Approach bezieht alle Bereiche der Schule in die Bildungs- und Erziehungsaktivitäten ein. Nachhaltigkeitsaspekte sollten nicht nur im Unterricht, sondern auch in der Schulverwaltung und beim Ressourcenverbrauch Berücksichtigung finden. Kooperationen mit lokalen Institutionen, wie sie beim Start-Lab Rhein-Kreis Neuss stattfinden, fördern die Umsetzung von BNE und schaffen neue Lernchancen für die Schüler.

In Deutschland wurde eine Nationale Plattform für BNE eingerichtet, die einen Nationalen Aktionsplan verabschiedete. Das Fachforum Schule arbeitet aktiv an Handlungsfeldern und Strategien, um BNE strukturell im Bildungsbereich zu verankern. Es ist klar, dass die Partizipation von Kindern und Jugendlichen ein zentrales Element von BNE ist, und Projekte wie das Start-Lab sind der Schlüssel zu einer aktiven und engagierten Zukunft.

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