Im Wahlkreis 47, der die Städte Kaarst, Korschenbroich, Meerbusch und große Teile von Jüchen umfasst, bahnt sich ein spannendes Wettrennen um die CDU-Kandidatur an. Jörg Geerlings, kommissarischer Vorsitzender der Kreis-CDU, hat bereits sieben Bewerbungen für die Nachfolge von Lutz Lienenkämper erhalten. Darunter sind zwei Frauen, Sandra Lohr und Sarah Kohtes, und fünf Männer: Fabian Hasebrink, Daniel Thywissen, Harald von Canstein, Holger Jackisch und Dennis Oscheja. Der Wahlkreis gilt als „schwarze Hochburg“ der CDU, die hier seit 1947 alle Landtagswahlen gewonnen hat. Es wird also nicht nur spannend, sondern auch entscheidend für die politische Landschaft im Rhein-Kreis Neuss.

Daniel Thywissen, 46 Jahre alt, ist der neueste Bewerber. Er bringt viel Erfahrung im Unternehmertum, im Mittelstand und im Marketing mit, was ihm möglicherweise einen Vorteil im Wahlkampf verschaffen könnte. Die Entscheidung über die CDU-Kandidatur im Wahlkreis Neuss III fällt am 16. September durch 68 Delegierte aus den Stadtverbänden. Diese setzen sich aus Vertretern der Städte Jüchen (8), Kaarst (22), Korschenbroich (22) und Meerbusch (16) zusammen. Interessanterweise hat die CDU Korschenbroich keinen eigenen Kandidaten, stellt aber ein Drittel der Vertreterversammlung. Dirk Kartarius, der CDU-Chef in Korschenbroich, erwartet, dass sich die Vertreter gut über die Kandidaten informieren werden.

Vorstellungsrunden und Stimmungsbild

Ab dem 2. September beginnen die Vorstellungsrunden in den Stadtverbänden. Inoffiziellen Stimmungsberichten zufolge scheinen Harald von Canstein und Fabian Hasebrink gut im Rennen zu liegen – von Canstein hat bereits sieben Stimmen, Hasebrink sechs, während Kohtes bislang zwei Stimmen sammeln konnte. Die Bewerber selbst bewerten den parteiinternen Wettbewerb als „noch ruhig“ und „bisher fair“. Was das angeht, sind die Nerven noch nicht ganz angespannt – das wird sich aber sicher ändern, je näher der entscheidende Tag rückt.

Die Wahlberechtigten im Wahlkreis Neuss III zählen insgesamt 115.080, und die Wahlbeteiligung bei der letzten Wahl lag bei 62,8%. Bei der Landtagswahl 2022 verteidigte Lutz Lienenkämper sein Mandat mit 44,96% der Erststimmen und legte sein Mandat Ende August 2024 nieder. Diese Zahlen sind nicht nur trockene Statistiken, sie spiegeln auch das Vertrauen der Wähler in die CDU wider und setzen die Messlatte für die neuen Bewerber entsprechend hoch.

Die Konkurrenz im Blick

Mit Chantal Messing von der SPD, die im April 2027 kandidieren will, ist die Konkurrenz also auch nicht zu vernachlässigen. Sandra Lohr, die erste stellvertretende Landrätin, und Sarah Kohtes, die sich auf Bildung fokussiert, stellen die weibliche Fraktion der Bewerber dar. Holger Jackisch und Dennis Oscheja sind die beiden Kandidaten aus Kaarst, während Hasebrink und von Canstein die Bewerber aus Meerbusch repräsentieren. Das Spannungsfeld ist also gut besetzt und verspricht ein interessantes Rennen.

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Ein weiterer Blick auf die politische Landschaft zeigt, dass parallel zur Landratswahl am 14. September 2025 auch die Kreistagswahl stattfinden wird, in der die CDU voraussichtlich wieder die stärkste Fraktion stellen möchte. Die Wähler werden also im kommenden Jahr gleich mehrfach gefragt, und es bleibt abzuwarten, ob die CDU ihre Hochburg verteidigen kann oder ob frischer Wind durch neue Gesichter und Ideen weht.

Die politischen Entwicklungen im Rhein-Kreis Neuss sind in diesen Tagen besonders aufschlussreich. Die kommenden Monate versprechen, nicht nur für die CDU, sondern auch für die Wähler und die gesamte Region spannend zu werden. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Kräfteverhältnis entwickeln wird und welche Themen den Wahlkampf prägen werden. Auf jeden Fall ist es ein Wettlauf, der die Augen der Wähler auf sich zieht!

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