Schützenkönig Michael Heidelberg: Ein Triumph nach vier Anläufen und ein Fest für die Gemeinschaft
Ein strahlender Moment für die Hoistener Schützen: Michael Heidelberg, 61 Jahre alt, wurde nach vier Anläufen endlich Schützenkönig. Der alte Hase unter den Scheibenschützen, Mitglied seit 1980, hat bereits dreimal die Krone als Korpskönig aufgesetzt. Es war höchste Zeit, dass der letzte Schützenkönig der seit 2010 bestehenden Gesellschaft nun den Thron erklimmt. Ein Triumph, der nicht nur ihn, sondern auch seine Familie – Ehefrau Sonja, die in der Pflege bei der Diakonie Neuss-Süd arbeitet, sowie seinen Sohn Marcel, der aktiv bei den Fahnenschwenkern mitwirkt, und Stiefsohn Sebastian Schillings, der als Adjutant im Korps fungiert – mit Stolz erfüllt.
Das Festprogramm ist prall gefüllt. Am Samstagmorgen ziehen die Kindergartenkinder um 10:30 Uhr durch den Ort – ein Anblick, der das Herz erwärmt! Später, um 19 Uhr, findet die Gefallenenehrung und der Tanz im Festzelt auf dem Kirmesplatz statt. Am Sonntag ist dann richtig was los: Um 10 Uhr beginnt die Parade für Regimentschef Jörn Neßlinger, gefolgt von einer weiteren Parade für den Schützenkönig um 16 Uhr. Und das ist noch nicht alles! Der Sonntag endet mit einem Schützenball, der sicher bis in die späten Abendstunden für gute Laune sorgt. Am Montagabend wird es dann richtig festlich beim Bürgerball, aber vorher gibt’s um 17 Uhr die Ermittlung und Proklamation des neuen Kronprinzen – inklusive Parade!
Ein frischer Wind weht durch die Schützenzunft
Eine spannende Neuerung gibt es im Grenadierkorps: eine Fähnrich-Abteilung für junge Schützen wurde etabliert, um frischen Wind in die Reihen zu bringen. Marcus Baumgarth hat die Verantwortung als neuer Brudermeister übernommen, während Frank Gudenkauf nach 22 Jahren seine Zügel in der Artillerie abgibt. Es ist ein Wechsel, der nicht nur den Blick in die Vergangenheit, sondern auch in die Zukunft lenkt, denn sein Sohn Dennis wird der vierte Major in der Geschichte des Korps. Ein wahrlich bemerkenswerter Schritt!
Im Kontext des Schützenwesens in Deutschland ist das Fest in Hoisten ein Paradebeispiel für die vielfältigen Traditionen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Egal ob jung oder alt – die Schützenvereinigungen bringen Menschen zusammen, unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem Glauben. Das Schützenfest, bekannt für seine Umzüge und Paraden, ist doch mehr als nur ein Fest. Es ist ein Ausdruck von Gemeinschaft, das soziale und kulturelle Leben in der Region prägt. Jedes Jahr, mit all seinen lokalen Bräuchen und Festivitäten, wird die Verbindung zur Tradition lebendig gehalten.
Die Schützen treten in einheitlicher Tracht auf, mit Vereinsabzeichen und Fahnen, um die Bräuche zu zelebrieren. Das ist nicht nur ein Fest für die Augen, sondern auch für die Seele. Die Festlichkeiten sind durchdrungen von Geselligkeit – Bälle, Frühschoppen, Platzkonzerte, die in der Schützenhalle oder im Festzelt stattfinden. Es ist eine Zeit des Feierns, des Erinnerns und des Feierns des Lebens!
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