Am kommenden Sonntag, dem 11. Juni 2026, geht’s auf dem Tuppenhof in Vorst richtig rund. Der vierte „Digital Independence Day“ (DI.Day) steht vor der Tür und verspricht, ein spannendes Event für alle digitalen Entdecker zu werden. Organisiert von der Kaarster Linux User Group, dem Initiativkreis Linux Rhein-Kreis Neuss, der Neusser „DI.Day“-Gruppe und dem Kulturforum Kaarst, dreht sich an diesem Tag alles um das Thema digitale Unabhängigkeit. Das klingt doch vielversprechend, oder?

In der Vergangenheit haben sich die DI.Days vor allem auf die Installation des Betriebssystems Linux konzentriert. Doch dieses Mal wird ein neuer Schwerpunkt gesetzt: das dezentrale, werbefreie Netzwerk „Fediverse“. Der Begriff setzt sich aus „Föderation“ und „Universum“ zusammen und beschreibt ein Netzwerk aus verschiedenen, unabhängig betriebenen Plattformen. Hanjo Loeben von der Kaarster Linux-Gruppe ist schon auf den Zug aufgesprungen und nutzt das „Fediverse“ seit Kurzem. Wer Fragen hat – z.B. zur Definition, Nutzung oder den Unterschieden zu herkömmlichen sozialen Netzwerken – kann sich am Sonntag direkt an die Experten wenden.

Ein Blick ins „Fediverse“

Frank Ahlert vom Kulturforum Kaarst beschreibt das „Fediverse“ als eine Art digitales Ökosystem, in dem Nutzer auf Plattformen wie Mastodon, Pixelfed und Peertube interagieren können. Ein bisschen wie E-Mail, wo man unabhängig vom Programm kommuniziert. Diese dezentrale Struktur ermöglicht es den Nutzern, ihre eigenen Regeln und Datenschutzrichtlinien festzulegen. Wer also kein Fan von Überwachung oder personalisierter Werbung ist, findet hier eine datenschutzfreundliche Alternative.

Besonders für Kulturschaffende ist das „Fediverse“ spannend. Hier behalten sie uneingeschränkte Rechte an ihren eigenen Werken und Inhalten – ein echter Gewinn in der heutigen Zeit, wo große Konzerne oft die Kontrolle haben. Und dass es keine nervigen Algorithmen gibt, die bestimmen, was man zu sehen bekommt, ist ein weiterer Vorteil. Stattdessen können die Nutzer selbst entscheiden, was sie sehen und wie sichtbar ihre eigenen Beiträge sind. Klingt nach Freiheit, oder?

Linux – Eine nachhaltige Wahl

Die Kaarster Linux-Gruppe hat sich nicht nur dem „Fediverse“ verschrieben. Vor Ort wird auch die Installation des Betriebssystems Linux auf Endgeräten angeboten. Warum? Weil Linux offen ist und nicht zentral von einer Firma entwickelt wird. Es kann von jedem mit Internetzugang selbst installiert werden – und das läuft sogar auf alten Rechnern oder Laptops! Das ist nicht nur nachhaltig, sondern auch eine tolle Möglichkeit, die Lebensdauer älterer Geräte zu verlängern.

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Die Vorteile liegen auf der Hand: Keine Abhängigkeit von großen Konzernen, die alles kontrollieren wollen. Die „Fediverse plus 1“-Taktik, bei der alte soziale Netzwerke parallel genutzt werden, hat sich für viele als befreiend erwiesen. Viele Nutzer berichten von einem Gefühl der Erleichterung beim Wechsel zu dieser neuen, dezentralen Welt – ganz ohne Überwachung und mit einem Hauch von Selbstbestimmung. Das klingt nach einem tollen Sonntag auf dem Tuppenhof, oder? Wir sind gespannt, was die Teilnehmer dort alles entdecken werden!