Wesseling radelt neu: Leihrad-Station am Fähranleger für smarte Pendlerlösungen
Die Stadt Wesseling hat sich mal wieder etwas einfallen lassen! In Kooperation mit Nextbike wurde eine neue Leihrad-Station am Fähranleger an der Rheinpromenade eröffnet. Diese Initiative ist besonders für Pendler aus dem Rechtsrheinischen von Bedeutung, die von der Sperrung der Bonner Nordbrücke betroffen sind. Da ist die Fähre eine willkommene Alternative zu den oft überfüllten Straßenverbindungen. Und jetzt gibt es die Möglichkeit, nach der Überfahrt direkt auf ein Leihrad zu steigen, um die letzten Meter zu ihrem Ziel zu radeln.
Bürgermeister Ralph Manzke (SPD) hat die Idee hinter der Station gut zusammengefasst: Man kann sein Auto in Niederkassel-Lülsdorf parken, mit der Fähre über den Rhein nach Wesseling setzen und mit einem Leihrad weiterfahren. Das klingt doch nach einem entspannten Start in den Tag – keine Staus, keine Parkplatzsuche, einfach nur eine frische Brise auf dem Rad. Die Station wird testweise während des Sommers und Herbstes 2026 betrieben. Nach dieser Phase wird entschieden, ob sie dauerhaft bleiben kann, basierend auf den Nutzungszahlen.
Vielseitiges Angebot für die Nutzer
Die neue Station wird durch eine Umstellung im bestehenden Angebot finanziert. Die Verleihstation am Neuen Rathaus wird künftig nur noch für Rückgaben genutzt, was bedeutet, dass Nutzer ihre Leihräder an verschiedenen Orten zurückgeben können. Das System hat sich in Wesseling bereits bewährt, denn im Jahr 2025 wurden die Leihräder fast 14.000 Mal ausgeliehen – ein beeindruckender Anstieg von 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahr! Wesseling zählt zusammen mit Brühl und Pulheim zu den am stärksten genutzten Mobic-Standorten im Rhein-Erft-Kreis. Aktuell gibt es insgesamt 17 Ausleihstationen und 80 Leihräder im Stadtgebiet, was die Mobilität auf zwei Rädern erleichtert.
Die Nutzung der Leihräder kostet einen Euro für 30 Minuten, maximal neun Euro pro Tag. Ein echter Vorteil für Inhaber eines ÖPNV-Abos (wie das Deutschlandticket): Die ersten 30 Minuten sind kostenlos! Praktisch, oder? Und wenn man bedenkt, dass man die Leihräder nicht nur in Wesseling, sondern auch an Übergabestationen in Köln-Godorf, Bonn-Buschdorf und Bornheim-Sechtem nutzen kann, wird die Sache gleich noch interessanter.
Ein Blick auf die Mobilität in Deutschland
Im Kontext dieser Entwicklungen ist es spannend, einen Blick auf die allgemeinen Trends in der Mobilität zu werfen. Die Studie „Mobilität in Deutschland 2023 (MiD)“ zeigt interessante Zahlen: Täglich wurden 249 Millionen Wege zurückgelegt, was einen Rückgang von 3 % im Vergleich zu 2017 darstellt. Der motorisierte Individualverkehr hat einen leichten Rückgang erfahren, während der öffentliche Verkehr um 10 % gestiegen ist. Radfahren bleibt stabil, was in Anbetracht der neuen Leihrad-Stationen in Städten wie Wesseling nicht überraschen sollte.
Vor allem in Städten zeigt sich, dass Radverkehr und Fußverkehr immer beliebter werden. Ein Drittel der Fahrrad-Kilometer wird inzwischen mit Pedelecs zurückgelegt. Das zeigt, dass die Menschen zunehmend auf alternative Fortbewegungsmittel setzen, die nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch gesünder sind. Wesseling ist hier auf einem guten Weg und trägt dazu bei, die Mobilität in der Region neu zu gestalten.
Mit der neuen Leihrad-Station am Fähranleger wird die Stadt den Pendlern mehr Flexibilität bieten und gleichzeitig die Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel fördern. Man darf gespannt sein, wie sich das Angebot entwickeln wird – vielleicht wird es ja bald zum festen Bestandteil der Wesseling Mobilität!
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