Heute ist der 3.05.2026 und der Rhein-Erft-Kreis steht im Zeichen der Sicherheit für unsere Kleinsten. Karla Mertes, eine erfahrene Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenschwester, hat sich kürzlich zu Wort gemeldet und warnt vor den Gefahren, die Kinder bis zu sechs Jahren bedrohen. In Deutschland haben wir glücklicherweise eine relativ niedrige Sterberate, aber vier von 1000 Kindern sterben vor dem fünften Lebensjahr – ein Fakt, der einem schon einen Schauer über den Rücken jagt. Im Vergleich dazu sieht die Situation in Ländern südlich der Sahara ganz anders aus, wo etwa 100 von 1000 Neugeborenen das Licht der Welt nicht erleben. Das gibt zu denken!

Die häufigsten Todesursachen in Deutschland sind oft tragischer Natur. Neugeborene sind besonders gefährdet durch Frühgeburten, Komplikationen bei der Geburt und angeborene Erkrankungen. Bei den Kleinen bis drei Jahre sind es vor allem Hirnhautentzündungen, der plötzliche Kindstod, Unfälle und einige seltene Erkrankungen, die zur Gefahr werden können. Ab dem ersten Lebensjahr sind Unfälle die Hauptsorge. Das lässt einen als Eltern schon mal zusammenzucken, oder? Daher ist Prävention das A und O, um unsere Kinder zu schützen.

Prävention ist der Schlüssel

Was genau kann man also tun, um den kleinen Lieblingen ein sicheres Umfeld zu bieten? Beispielsweise sollte man auf eine rauchfreie Umgebung achten, Kinder immer in Rückenlage schlafen lassen und die Raumtemperatur zwischen 16 und 18 °C halten. Stillen wird ebenfalls empfohlen, um das Risiko des plötzlichen Kindstods zu reduzieren. Aber auch bei Fieber ist schnelles Handeln gefragt. Bei Babys unter drei Monaten sollte man ab 38 °C zum Kinderarzt, und bei Kindern unter einem Jahr gilt es, bei Fieber über 38,5 °C mit Warnzeichen sofort zu handeln. Warnzeichen? Dazu gehören Empfindlichkeit auf Berührung, starke Schmerzen und Trinkverweigerung. Das kann einem echt Sorgenfalten auf die Stirn treiben.

Ein weiteres Thema, das Mertes anspricht, sind Fieberkrämpfe. Wenn die Temperatur schnell steigt, sollte man das Kind auf einen sicheren Untergrund legen und auf keinen Fall festhalten. Ruhig bleiben und den Notarzt rufen – das ist hier das Wichtigste. Und wenn wir schon beim Thema Atemnot sind: Pseudokrupp kann auch eine große Herausforderung sein. Hier helfen eine aufrechte Position und kühle Luft. Am besten gleich am nächsten Tag zum Arzt, auch wenn man es nicht gleich für nötig hält.

Gefahren im Alltag

Die häufigsten Notfälle bei kleinen Kindern, die Eltern meist nicht auf dem Schirm haben, sind Stürze – vom Wickeltisch oder weil sie ungesichert in der Babyschale sitzen. Und was ist mit dem Verschlucken von Kleinteilen? Bei einer Knopfbatterie heißt es sofort in die Notaufnahme oder den Rettungsdienst rufen. Für Kinder über ein Jahr kann man im Notfall zwei Teelöffel Honig geben. Das klingt vielleicht einfach, aber im Ernstfall kann das Leben Ihres Kindes retten.

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Und dann sind da noch die Zigarettenkippen im Sandkasten – ein echtes No-Go! Bei Kindern unter einem Jahr sollte man bei drei Stummeln oder einer Zigarette sofort den Giftnotruf kontaktieren. Ein voller Aschenbecher, der im Regen steht, ist sogar noch gefährlicher. Hier sollte man umgehend den Mund ausspülen, Wasser geben und den Giftnotruf anrufen. Bei Vergiftungen mit Reinigungs- oder Waschmitteln ist es besonders wichtig, das Erbrechen zu vermeiden, um die Speiseröhre nicht zu schädigen. Man, das klingt alles so dramatisch!

Ein kindersicheres Zuhause

Um diesen Gefahren zu begegnen, ist es ratsam, den Haushalt kindersicher zu machen. Kabel, heiße Getränke und scharfe Gegenstände sollten sicher verstaut werden. Auch gegen gefährliche Pflanzen sollte man gewappnet sein, denn die sind in vielen Gärten und Wohnungen weit verbreitet. Beliebte Garten- und Zimmerpflanzen, deren Beeren, Samen und Pflanzensäfte schädlich sein können, sollten unbedingt aus der Reichweite der Kleinen gehalten werden.

Ein weiterer wertvoller Hinweis von Mertes: Kindern im Alter von drei bis fünf Jahren kann man schon einfache Nothilferegeln beibringen. Das könnte im Notfall nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Eltern eine große Erleichterung sein. Sichtbar in der Wohnung sollten wichtige Notfallnummern platziert und zudem im Handy gespeichert werden. In Nordrhein-Westfalen ist der Giftnotruf unter 0228/19240 erreichbar. Das sind alles Punkte, die im Alltag oft untergehen, aber enorm wichtig sind!

Und schließlich empfiehlt es sich, verschiedene Infoquellen im Internet für Notfälle zu konsultieren. Das kann nicht nur für die Eltern, sondern auch für Betreuer von großem Nutzen sein. Letztlich ist es die gemeinsame Verantwortung, unsere Kinder in einer sicheren Umgebung aufwachsen zu lassen – und das beginnt schon im Kleinen.