In der Halloween-Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November 2023 waren die Einsatzkräfte im Rhein-Erft-Kreis erfreulich wenig gefordert. Trotz des Feiertages blieb die Lage laut Polizei überraschend ruhig. “Die Nacht war durchgehend ruhig”, erklärte ein Polizeisprecher. Im Zeitraum zwischen 18 Uhr und 6 Uhr morgens verzeichnete die Polizei insgesamt 47 Halloween-bedingte Einsätze, was im Vergleich zu 36 Einsätzen im Vorjahr einen Anstieg bedeutet, jedoch kaum nennenswert erschien, wenn man die Gesamtsituation betrachtet.
Ein großer Punkt, der die Einsätze ausmachte, war der verstärkte Gebrauch von Pyrotechnik. In der Tat rückten die Beamten 28 Mal wegen des Zündens von Böllern aus. Trotz der Lärmbelästigungen konnten keine Schäden an Personen oder Eigentum festgestellt werden. Lediglich Ruhestörungen waren das Ergebnis. Interessant war eine Episode in Bergheim Ahe, wo eine Hauswand mit Eiern beworfen wurde, während in Pulheim ein alkoholisiert fahrender Autofahrer angehalten wurde. Der Mann, getestet mit 1,2 Promille, musste schließlich seinen Führerschein abgeben, und gegen ihn wurde eine Strafanzeige registriert.
Unfug und Sachbeschädigungen
Die erhöhten Einsatzzahlen spiegelt sich auch in den aufgekauten Fällen wider. Fünf Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung wurden erfasst, insbesondere durch Eierwürfe, die nicht nur in Bergheim zu Problemen führten. In Kerpen-Sindorf zum Beispiel flogen Eier durch ein gekipptes Fenster, welches eine Wand und die Zimmerdecke verunreinigte. Auch in Bergheim-Oberaußem gab es unerfreuliche Nachrichten: Hier wurde die Frontscheibe eines geparkten Fahrzeugs durch einen Keramikkürbis eingeworfen.
Neben den Sachbeschädigungen hatten die Einsatzkräfte auch mit einer Reihe von „Unfug“-Einsätzen zu kämpfen. Insgesamt 17 dieser Einsätze waren auf lärmende Jugendliche zurückzuführen, die immer wieder für Aufregung sorgten. Es kam vereinzelt zu Eierwürfen und der Benutzung von Feuerwerkskörpern, jedoch ohne nennenswerte Schäden. Auch vier strafrechtliche Anzeigen wegen Körperverletzungen wurden im Zuge der Feierlichkeiten aufgenommen, was die Polizei von mehreren irreführenden Festivitäten nicht verschont ließ. Hier der Aufruf an mögliche Zeugen: Wer Informationen hat, kann sich unter 02233 / 52-0 melden.
Im Vergleich dazu gehen die Berichte aus anderen Bundesländern, wie Baden-Württemberg, in eine ganz andere Richtung. Während die Polizei in Stuttgart und Freiburg mit zahlreichen Einsätzen wie physischer Gewalt und Körperverletzungen zu kämpfen hatte, blieb die Situation im Rhein-Erft-Kreis vor allem von Ruhestörungen und harmlosen Unfällen geprägt. In Schwaben wurden zum Beispiel rund 200 Einsätze registriert, viele davon durch Eier- und Böllerwürfe. Es ist also eindeutig festzustellen, dass die Halloween-Nacht im Rhein-Erft-Kreis gut über die Bühne ging, ganz im Gegensatz zu anderen Regionen, die deutlich mehr Herausforderungen zu bewältigen hatten.
Zusammengefasst lässt sich sagen: Die Halloween-Nacht 2023 in der Region war bis auf einige leichte Ausschreitungen überwiegend ruhig. Es bleibt zu hoffen, dass dies auch bei zukünftigen Festivitäten so bleibt und dass der Geist von Halloween nicht nur durch Trick oder Treat zu spüren ist.
Mehr Informationen finden Sie in den Berichten vom Kölner Stadt-Anzeiger, Prosos sowie den umfassenden Informationen vom SWR.