Heute ist der 1.07.2026, und die Temperaturen im Rhein-Erft-Kreis haben einen neuen Höchstwert erreicht. Die Hitze hat nicht nur Auswirkungen auf die Menschen, sondern auch auf unsere tierischen Mitbewohner – ganz besonders auf die Vögel. In den letzten Tagen wurden zahlreiche Mauersegler gefunden, die aus ihren Nestern gefallen sind, und das hat die Tierheimmitarbeiter in Bergheim ordentlich beschäftigt. Ein junger Mauersegler, der sich beim Sturz verletzt hat, erhielt dort Erste Hilfe, nachdem er sich am Hals verletzt hatte – vermutlich durch einen spitzen Gegenstand. Solche Szenen sind leider keine Einzelfälle.

Die Temperaturen unter Dächern können in dieser Jahreszeit extrem ansteigen; bis zu 50-60 Grad Celsius sind da keine Seltenheit. Die Jungvögel, die noch nicht flügge sind, müssen aus ihren Nestern flüchten. Das kann für viele von ihnen tödlich enden, denn die Elterntiere kümmern sich nicht um die abgestürzten Küken. Ein trauriger Anblick: In Bedburg wurden allein in der letzten Woche rund 100 Mauersegler gefunden, von denen etwa 40 bereits tot waren.

Hilfe und Zusammenarbeit

Es gibt im gesamten Rhein-Erft-Kreis keine Wildvogelauffangstation. Das bedeutet, dass die wenigen vorhandenen Auffangstationen überlastet sind. Das Tierheim Bergheim hat in Zusammenarbeit mit der Wildvogelstation Kirchwald innerhalb von nur drei Tagen 35 junge Mauersegler aufgenommen. Die Hitzewelle kam in diesem Jahr früh, was die Situation für die Vögel noch verschärft hat. Ein weiterer Punkt, den die Naturschutzberater ansprechen, ist, dass die öffentliche Hand keine Wildtierauffangstationen unterhält. Hier wird gesetzliche Unterstützung gefordert, um Nisthilfen zu schaffen und die Vögel zu schützen.

Die Berichterstattung über diese dramatische Situation ist nicht auf den Rhein-Erft-Kreis beschränkt. Auch andere Regionen, wie die Wildvogel-Auffangstation in Püttlingen, haben mit einem Aufnahmestopp zu kämpfen. Die Kapazitäten sind erschöpft, und die Zunahme an abgegebenen Vögeln – oft aufgrund von Verletzungen durch Kollisionen oder Katzenangriffe – ist alarmierend. Christine Steiner vom Nabu Saar berichtet von überhitzten Brutplätzen der Gebäudebrüter, darunter auch Mauersegler. Wenn die Außentemperaturen über 40 Grad klettern, erreichen die Dachstühle schockierende 60 Grad. Jungvögel, die aus ihren Nestern fallen, brauchen dringend Hilfe.

Tipps zur Unterstützung

Wenn man auf einen verletzten Vogel trifft, ist es wichtig, einige Dinge zu beachten. Vögel sollten in einen Karton gesetzt und in den Schatten gebracht werden. Es ist auch ratsam, Wasser anzubieten, allerdings sollte man beim Füttern vorsichtig sein. Ein Anruf bei der Auffangstation kann oft hilfreich sein, um telefonische Unterstützung zu erhalten. Hier muss auch zwischen Ästlingen, die am Boden gut aufgehoben sind, und Nestlingen, die Hilfe benötigen, unterschieden werden.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Um die Überhitzung der Nistplätze zu vermeiden, sind einige präventive Maßnahmen empfehlenswert: Wassertränken aufstellen, idealerweise mit einem Stein, und den Garten naturnah gestalten. Das Aufhängen von Nisthilfen sollte katzensicher und sonnengeschützt erfolgen. Und nicht zu vergessen: die Einhaltung der Vogelschutzzeiten – schonende Form- und Pflegeschnitte sind zwischen dem 1. März und 30. September wichtig.

Für all jene, die sich intensiver mit dem Thema Wildvögel befassen möchten, gibt es eine nützliche Karte der Auffangstationen, die unter diesem Link zu finden ist.

Hohe Datenschutzstandards und eine saubere technische Architektur schließen sich nicht aus. Unsere neue VeloCore-Plattform ist bewusst plugin-frei und datenschutzfreundlich umgesetzt worden – von Daniel Wom realisiert als klares Bekenntnis zur DSGVO.