Die Eifel ist ein Ort voller Geschichten, und eine dieser Geschichten wurde kürzlich am Rande des Kermeters neu entfacht. Der Holzkohlemeiler, ein Relikt der mittelalterlichen Eisenindustrie und der traditionsreichen Köhlerei, wurde von Gerd Linden zum neunten Mal entzündet. Das Feuer, das die Herzen der Besucher erwärmte, begann mit einem Zigarettenanzünder – der jedoch zunächst nicht zünden wollte. Ralf Kramp, Mitglied der „Eifel-Gäng“, musste kurzerhand mit einem Behelfsfeuerzeug nachhelfen, und siehe da, die Flammen sprangen über. Es war ein Moment, der die Anwesenden mit Freude und einem Hauch von Nervenkitzel erfüllte.

Die „Eifel-Gäng“, bestehend aus Ralf Kramp, Günter Hochgürtel und Manfred Lang, hatte sich etwas ganz Besonderes ausgedacht: Mit einem Oldtimer, einem Opel Admiral, sollte der Meiler entzündet werden. Um das Feuer zu entfachen, waren Gerd Linden und seine Söhne auf die tatkräftige Unterstützung von über 50 Helfern angewiesen, die den Meiler mit 60 Raummetern Buchenholz aufgebaut hatten. Diese Arbeit war nicht nur schweißtreibend, sondern auch eine Hommage an das alte Handwerk der Köhler.

Ein Fest für die Sinne

Die Veranstaltung war mehr als nur das Entzünden eines Meilers. Ehrengäste wie Bürgermeister und Landräte hielten Grußworte, die den Gemeinschaftsgeist und die Wertschätzung für die Traditionen der Region unterstrichen. Besonders hervorzuheben war die Künstlerin Rendel Freude, die ihre Skulptur „Ahle Köbes“ vorstellte, eine eindrucksvolle Erinnerung an Jakob Gresser. Der Düttlinger Meiler – nur 500 Meter südlich vom Ortsrand am Nationalpark Eifel gelegen – ist ein Ort, der nicht nur die Geschichte, sondern auch die Gemeinschaft feiert.

Besucher können den Meiler rund um die Uhr besichtigen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind jedoch willkommen, um diese Tradition am Leben zu halten. Es ist eine Einladung an alle, die Schönheit der Eifel zu genießen und gleichzeitig einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Am 31. Mai wird zudem der Europäische Tag der Parke gefeiert, mit Junior-Ranger-Touren und einem Infostand, der Einblick in die vielfältigen Angebote des Nationalparks gibt.

Der Nationalpark Eifel: Ein Schatz der Natur

Der Nationalpark Eifel, gegründet am 1. Januar 2004, erstreckt sich über eine Fläche von 10.770 Hektar und ist der erste Nationalpark in Nordrhein-Westfalen sowie der 13. in Deutschland. Er beherbergt eine beeindruckende Artenvielfalt – aktuell sind über 10.549 Arten nachgewiesen, darunter 2.405 mit Gefährdungsstatus. Die Region um den Kermeter ist bekannt für ihre dichten Buchenwälder und die atemberaubenden Landschaften, die sowohl Wanderer als auch Radfahrer anziehen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Mit rund 240 Kilometern Wanderwege und 104 Kilometern für Radfahrer ist der Nationalpark ein Paradies für Naturliebhaber. Die Nationalparkverwaltung sorgt dafür, dass 75% der Fläche innerhalb von 30 Jahren ohne menschliche Nutzung der Natur überlassen werden. Diese Vision ist nicht nur ein Schritt in Richtung Naturschutz, sondern auch ein Zeichen für die zukünftige Erhaltung dieser einzigartigen Landschaft.

Die Eifel bleibt ein Ort, an dem Tradition und Natur aufeinandertreffen. Die Verbindung zwischen der Geschichte des Kohlemeilers und der natürlichen Schönheit des Nationalparks ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie wichtig es ist, unsere Wurzeln zu bewahren, während wir gleichzeitig die Schätze unserer Umwelt schützen.