Am Mittwochabend, dem 31. Mai 2026, schloss die DJK Gnadental ihre erste Saison in der Landesliga mit einem emotionalen letzten Spiel gegen den FC Remscheid ab. In einem beeindruckenden Auftritt feierte der Verein einen fulminanten 8:1-Sieg. Der FC Remscheid war bereits vor dem Spiel als Absteiger festgelegt, während Gnadental, nach einer durchwachsenen ersten Hälfte, in der Rückrunde eine bemerkenswerte Leistungssteigerung zeigte und am 32. Spieltag den Ligaverbleib sicherte. Es war ein Abend voller Emotionen, an dem sich die Spieler von ihren treuen Anhängern verabschiedeten.
Das letzte Saisonspiel fand am Nixhütter Weg statt, wo die Gnadentaler nicht nur den Sieg feierten, sondern auch von einigen ihrer Leistungsträger Abschied nehmen mussten. Kapitän Malte Hauenstein, der nach sechs Jahren seine Karriere beendete, krönte seine Zeit beim Verein mit einem letzten Treffer. Auch Stephan Wanneck, ein weiterer wichtiger Spieler, verabschiedete sich mit einem Tor. Auf der anderen Seite wird Tarik Mavili, der den Verein nach sieben Jahren verlässt, zurück in die Bezirksliga zum SV Uedesheim wechseln, um mehr Spielzeit zu erhalten. Trainer Sebastian Michalsky sprach von einem emotionalen Abschied und bezeichnete die Spieler als Vereinslegenden.
Der Saisonverlauf
Die Saison 2025/26 begann für die DJK Gnadental alles andere als optimal. Am 17. August 2025 setzte es eine klare 0:5-Niederlage gegen Union Nettetal. Doch schon im zweiten Spiel, gegen VSF Amern, wendete sich das Blatt: Ein 5:0-Sieg ließ die Hoffnung wieder aufkeimen. Nach weiteren Höhen und Tiefen, wie einer 1:3-Niederlage gegen Vict. Mennrath und einem 0:4 gegen den 1. FC Wülfrath, kam es zu einem Wendepunkt. Ab dem 14. Spieltag stabilisierte sich die Leistung, und Gnadental sammelte wichtige Punkte, die letztlich zum Verbleib in der Liga führten.
Besonders beeindruckend war der Auftritt von Anas Lamrabti im letzten Spiel, der mit einem Viererpack für Aufsehen sorgte. Seine Tore waren nicht nur der Höhepunkt des Spiels, sondern auch ein Symbol für den Aufschwung des Teams in der Rückrunde. Michalsky unterstrich, dass Gnadental einen einstelligen Tabellenplatz erreicht hat, was in Anbetracht des Saisonstarts eine bemerkenswerte Leistung darstellt.
Ein Ausblick auf die Landesliga
Die Fußball-Landesliga Niederrhein, in der Gnadental spielte, ist die zweithöchste Spielklasse des Fußballverbands Niederrhein (FVN) und hat eine lange Geschichte, die bis zur Saison 1947/48 zurückreicht. Ursprünglich war die Liga unterhalb der Oberliga West angesiedelt, doch im Laufe der Jahre gab es mehrere Veränderungen. Die Liga ist heute auf der sechsthöchsten Ebene des deutschen Ligasystems und besteht aus zwei Staffeln mit jeweils 18 Mannschaften. Meister jeder Staffel steigen in die Oberliga Niederrhein auf, ein Ziel, das für viele Vereine, einschließlich Gnadental, in den kommenden Saisons im Fokus stehen wird.
Mit all den Emotionen und Abschieden, die die Saison mit sich brachte, wird Gnadental nun in die Vorbereitung für die nächste Runde gehen. Die Fans dürfen gespannt sein, wie sich das Team weiterentwickelt und ob die neuen Herausforderungen auf dem Weg zum Aufstieg in die Oberliga gemeistert werden können.