Heute ist der 6.07.2026, und in Recklinghausen gibt es einen besonderen Grund zur Freude: Kardinal Álvaro Ramazzini aus Guatemala hat zum neunten Mal die Stadt besucht. Die Partnerschaft zwischen dem nördlichen Ruhrgebiet und Guatemala besteht nun schon über 20 Jahre. Was für eine lange Zeit! Maria Voß und Jörg Schürmann von der Arbeitsgemeinschaft der Eine-Welt-Gruppen haben in diesem Rahmen wieder einmal die Bedeutung von Vertrauen, persönlichen Begegnungen und einer offenen Lernbereitschaft betont. Diese Aspekte prägen die wahre Essenz der Partnerschaft, die weit über finanzielle Unterstützung hinausgeht.

Die ersten Begegnungen zwischen den beiden Regionen entstanden über das kirchliche Hilfswerk Adveniat. Daraus entwickelte sich nicht nur eine fruchtbare Zusammenarbeit, sondern auch eine persönliche Freundschaft. Maria Voß hat sogar zweimal nach Guatemala reisen dürfen, um die Lebensrealität der Menschen dort hautnah kennenzulernen. Das ist schon eine ganz besondere Erfahrung – die Kultur, die Menschen, die Herausforderungen. Und Rabea Kuhlmann, die Pastoralreferentin, hat die Gespräche mit dem Kardinal ins Spanische übersetzt. So konnten tiefere, direkte Begegnungen stattfinden. Ehrlich gesagt, das ist ein echter Gewinn für alle Beteiligten.

Solidarität und gelebte Praxis der Liebe

Kardinal Ramazzini hebt hervor, dass die Beziehung zwischen Recklinghausen und Guatemala nicht nur durch finanzielle Aspekte geprägt ist. Es geht um gemeinsamen Glauben, Freundschaft und vor allem um Solidarität. In seinen Augen ist diese Solidarität eine „gelebte Praxis der Liebe“. Wie schön klingt das! Jörg Schürmann hat jedoch auch die Herausforderungen angesprochen, die die weltweite Solidarität momentan erschweren. Besonders die Bindungskraft kirchlicher Strukturen bei Jugendlichen scheint zu sinken. Da gibt es einen Lichtblick: drei junge Menschen haben sich bereit erklärt, aktiv mitzuwirken. Das gibt Hoffnung!

In Guatemala sind die Jugendlichen die größte Gruppe innerhalb der katholischen Kirche. Doch auch dort ist es eine echte Herausforderung, sie für gesellschaftliches Engagement zu gewinnen. Ramazzini wünscht sich, dass die Menschen in Recklinghausen Menschlichkeit und Solidarität bewahren. Und genau hier wird die Eine-Welt-Arbeit wichtig. Sie wird nicht nur als gegenseitiges Lernen beschrieben, sondern auch als Austausch auf Augenhöhe. Ein wertvolles Konzept, das dazu beiträgt, die kulturellen Grenzen zu überwinden.

Globale Zusammenarbeit und Herausforderungen

Die Themen, die bei solchen Partnerschaften zur Sprache kommen, sind vielfältig. Globale Zusammenarbeit und Solidarität sind für die Umsetzung der Großen Transformation und der Agenda 2030 unabdingbar. Hierbei ist es wichtig, internationale Netzwerke zu schaffen, die den Austausch von Menschen mit gemeinsamen Zielen fördern. Diese Solidarität hilft uns, auch weltweite Herausforderungen, wie den Klimawandel und die jüngsten Krisen wie die COVID-19-Pandemie, zu bewältigen. Es gibt Fragen zur Augenhöhe in Süd-Nord-Partnerschaften, und wir müssen uns inspirieren lassen, um gemeinsam Projekte zu entwickeln.

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Ein weiteres spannendes Thema sind die Ansätze des Internationalen Lernens und die Gewinnung junger Akteur*innen für die internationale Arbeit. Einrichtungen wie die DPSG setzen sich aktiv für internationale Freundschaft, Solidarität und Zusammenarbeit ein. Ihr Ziel ist es, Mitglieder zu befähigen, die Globalisierung mitzugestalten und sich für eine gerechtere Welt einzusetzen. Bildung spielt dabei eine zentrale Rolle, um die Ziele der Globalen Gerechtigkeit zu vermitteln und den direkten Einsatz für diese Werte zu ermöglichen. Wie wichtig es ist, dass wir alle mit anpacken!

Die Herausforderungen sind groß, aber die Bereitschaft zur Zusammenarbeit und der Wunsch nach einem offenen Austausch sind noch größer. Das gibt uns allen Grund zur Hoffnung. Und so bleibt die Frage: Wie können wir gemeinsam noch mehr erreichen? Immerhin sind es die kleinen Schritte, die in die richtige Richtung führen.

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