Bertold Schumacher: Ein Lebenswerk für die Gemeinde Dörnscheid
Am 16. Juni 2026 war der Kreishaus in Olpe Schauplatz einer besonderen Zeremonie: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verlieh Bertold Schumacher aus Dörnscheid das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Ein Moment, der nicht nur für Schumacher selbst, sondern auch für die gesamte Gemeinde Wenden von großer Bedeutung ist. Landrat Theo Melcher überreichte die Auszeichnung mit Stolz und Dankbarkeit für Schumachers jahrzehntelanges Engagement im kommunalpolitischen, sozialen und sportlichen Bereich. Ein echtes Vorbild!
Schumacher, der in seinem Geburtsort Dörnscheid lebt, hat sich seit seiner Wahl zum Ortsvorsteher im zarten Alter von 26 Jahren im Jahr 1976 unermüdlich für die Belange seiner Gemeinde eingesetzt. In seiner beeindruckenden 38-jährigen Amtszeit initiierte er zahlreiche Projekte, die Dörnscheid nicht nur verschönerten, sondern auch der Gemeinschaft zugutekamen. Besonders hervorzuheben ist die Auszeichnung Dörnscheids als „Golddorf“ im Jahre 1979 beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“. Das ist eine echte Leistung, wenn man bedenkt, wie viel Herzblut und Engagement dahintersteckt.
Ein unermüdlicher Ehrenamtler
Wenn man sich die Liste von Schumachers Aktivitäten ansieht, wird einem schnell klar, dass er mehr als nur ein Politiker ist. Er hat eigenhändig Ruhebänke und die „Christi-Himmelfahrts-Station“ in Römershagen gepflegt und 20 alte Flurnamensschilder auf eigene Kosten erneuert. 2023 errichtete er eine kleine Kapelle am Dorfrand von Dörnscheid, deren Kerzengeld für soziale Zwecke gespendet wird. Diese Marienkapelle ist sogar offizieller Zubringer zum Jakobsweg nach Köln – da merkt man, dass hier jemand mit viel Liebe und Engagement am Werk ist.
Im Sportbereich hat Schumacher ebenfalls Spuren hinterlassen. Als Vorsitzender des Tennisclubs Rothemühle setzte er sich für den Bau einer eigenen Tennisanlage in Dörnscheid ein, die 1982 eröffnet wurde. Ein Clubhaus folgte 1984, und der Verein war 1994 schuldenfrei. Später trat er dem Golfclub Siegen-Olpe bei und wurde 2014 in den Vorstand gewählt. Auch dort kümmert er sich bis heute um Pflege, Instandsetzungen und Umbauten der Gebäude im Golfclub. Seine unermüdliche Arbeit ist beeindruckend, besonders wenn man bedenkt, dass er seit 2018 mit einer schweren Erkrankung zu kämpfen hat.
Wertschätzung für das Ehrenamt
Die Ehrung Schumachers fügt sich in einen größeren Kontext ein. Am Tag des Ehrenamtes, der jährlich am 5. Dezember gefeiert wird, hat Bundespräsident Steinmeier bereits viele engagierte Menschen ausgezeichnet – insgesamt zwanzig, darunter neun Frauen und acht Männer. Diese Preisträger stehen stellvertretend für rund 30 Millionen Ehrenamtliche in Deutschland, die sich für Integration, Chancengleichheit und den Erhalt von Vereinsstrukturen im ländlichen Raum einsetzen. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie das Ehrenamt als eine Haltung betrachten, die weit über das bloße Engagement hinausgeht.
In seiner Ansprache betonte Steinmeier die Bedeutung der Ehrenamtlichen: Sie seien ein „Bollwerk gegen die Gleichgültigkeit“ und das Ehrenamt selbst ein „Geschenk“ für die Gesellschaft. Diese Worte scheinen auch auf Bertold Schumacher zuzutreffen. Seine Bescheidenheit und Hingabe wurden von Laudator Thorsten Arns besonders gewürdigt. Bürgermeister Bernd Clemens lobte seine Verlässlichkeit und Ausdauer, die Schumacher über all die Jahre hinweg gezeigt hat. Am Ende der Zeremonie bedankte sich Schumacher bei seiner Familie und seinen Weggefährten für deren Unterstützung – und das ist, wie wir wissen, oft das Herzstück, das solch ein Engagement antreibt.
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