In der malerischen Stadt Oberhausen wird vom 28. April bis 3. Mai 2026 die 72. Internationale Kurzfilmtage stattfinden, ein Highlight für Filmfans und Kunstliebhaber. Im Herzen der Veranstaltung steht der berühmte deutsche Regisseur Werner Herzog, dessen Kurzfilme aus den 1960er und 70ern in zwei besonderen Programmen unter dem Titel „Paradoxe Wahrheiten“ präsentiert werden. Diese Programme bieten eine einmalige Gelegenheit, Herzenswerke eines cineastischen Meisters zu erleben.

Die erste Filmvorführung findet am Donnerstag, den 30. April, um 22 Uhr in der historischen Lichtburg statt. Hier werden drei bemerkenswerte Filme gezeigt: „Letzte Worte“ (1968) thematisiert das Leben in einer Leprakolonie auf Spinalonga, während „Maßnahmen gegen Fanatiker“ (1969) auf einer Münchner Trabrennbahn spielt und Mario Adorf in einer kleinen Rolle zeigt. Den Abschluss des ersten Programms bildet „Die große Ekstase des Bildschnitzers Steiner“, ein eindringliches Porträt des Skispringers Walter Steiner, das die Angst und den Druck im Leistungssport thematisiert.

Faszination der Kurzfilme

Das zweite Programm, das am Samstag, den 2. Mai, um 15 Uhr läuft, bringt weitere faszinierende Werke von Herzog auf die Leinwand. „How much Wood would an Woodchuck chuck…“ untersucht den Sprachzusammenbruch bei amerikanischen Viehauktionatoren, während „La Soufrière – Warten auf eine unausweichliche Katastrophe“ die Evakuierung Guadeloupes vor einem drohenden Vulkanausbruch dokumentiert. Den krönenden Abschluss bildet die kurvenreiche Anekdote „Werner Herzog eats his Shoe“, in der Herzog seinen Schuh als Wettbeitrag verspeist, nachdem Errol Morris seinen Film „Gates of Heaven“ vollendet hat.

Doch die Kurzfilmtage bieten weit mehr als nur Herzog’s Meisterwerke. Das Themenprogramm „based on true events?“ untersucht das komplexe Verhältnis von Realität und Fiktion im Film. Acht Filmprogramme beleuchten unterschiedliche Aspekte der Filmgeschichte und behandeln aktuelle Themen wie Propaganda und KI-Fakes. Ein besonders bemerkenswertes Programm ist die Sammlung der Mitchell & Kenyon-Filme, die zwischen 1899 und 1912 entstanden sind und von Bryony Dixon kuratiert werden. Diese Filme zeigen Menschengruppen in nordenglischen Industriegebieten und sind am 2. Mai um 20.15 Uhr zu sehen.

Diskussion und Austausch

Ein weiteres Highlight der Kurzfilmtage ist die Podiumsdiskussion „Apokalypse KI? based on true events“, die am 30. April um 10 Uhr stattfindet. Hier werden Experten wie Prof. Clemens von Wedemeyer und Dr. Inke Arns über den Einfluss bildgenerierender KIs auf unsere Wahrnehmung der Realität diskutieren. Es ist eine spannende Gelegenheit, sich mit den Herausforderungen und Chancen der digitalen Welt auseinanderzusetzen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Veranstaltung verspricht ein reichhaltiges Programm, das sowohl cineastische als auch gesellschaftliche Fragestellungen aufgreift. Weitere Informationen und Tickets sind auf der offiziellen Website der Kurzfilmtage verfügbar. Seien Sie dabei, wenn Oberhausen vom 28. April bis 3. Mai zum Schauplatz für innovative Filmkunst wird!