LEGO im Nachhaltigkeitscheck: Bunte Steine mit grünem Gewissen?
Heute ist der 20.07.2026 und wir blicken auf eine spannende Zeit für die Spielzeugbranche, insbesondere für den globalen Giganten LEGO. Die bunten Steine sind nicht nur bei Kindern beliebt, sondern haben sich auch bei Erwachsenen einen Namen gemacht. Man denke nur an die epischen Star Wars- und Harry Potter-Sets, die so viele von uns in ihren Bann gezogen haben. Doch unter dem bunten Farbenspiel steckt ein ernstes Thema: Wie nachhaltig sind die Produkte dieses Weltmarktführers wirklich?
LEGO hat sich in den letzten Jahren verstärkt mit der Frage auseinandergesetzt, wie man den Einsatz von erdölbasiertem Plastik reduzieren kann. Der Spielwarenhersteller experimentiert mit verschiedenen Alternativen – von Pflanzenölen über Recyclingmaterialien bis hin zu Bioplastik aus brasilianischem Zuckerrohr. Ja, ihr habt richtig gehört! Um den Zucker für das Bioplastik zu gewinnen, wurde sogar eine Dokumentation erstellt, die sich mit den Anbaugebieten in Brasilien befasst. Der Umweltreporter Sherif Rizkallah hat sich diese Plantagen genauer angeschaut und dabei die Herausforderungen aufgedeckt, die mit dem Zuckerrohranbau verbunden sind.
Die große Frage der Nachhaltigkeit
Am 20. Juli 2026, also heute, wird die Dokumentation „Greenwashed? LEGO: Wie grün sind die bunten Steine?“ im ZDF ausgestrahlt. Sie beleuchtet, wie LEGO seinen Kunststoffbedarf mit Nachhaltigkeits- und Klimazielen in Einklang bringen möchte. Die zentrale Frage lautet: Ist ein Spielzeug aus Kunststoff nachhaltig produzierbar? Ein Thema, das nicht nur Spielzeugliebhaber, sondern auch Umweltbewusste beschäftigt.
Die Doku, die von Alesia Harrer und Sherif Rizkallah erstellt wurde, vermittelt durch Besuche an verschiedenen Orten – wie dem LEGOLAND Discovery Centre in Oberhausen und Produktionsstätten in Brasilien – einen lebendigen Eindruck von den Herausforderungen und Fortschritten. Es ist keine klassische Studiomoderation, sondern eine Erkundungstour, die die Nachhaltigkeitsversprechen von LEGO auf den Prüfstand stellt.
LEGO hat sich das Ziel gesetzt, bis 2032 die Emissionen um 37 Prozent zu senken – das klingt ambitioniert! Um dies zu erreichen, will das Unternehmen in Technologien investieren, die CO₂ aus der Luft entfernen. Die Climeworks-Anlage auf Island wird dabei als Beispiel angeführt, um zu zeigen, wie solche Technologien funktionieren können, auch wenn sie noch nicht ganz ausgereift sind. Das wirft die Frage auf, ob diese Verfahren tatsächlich einen nennenswerten Beitrag zum Klimaschutz leisten können.
Die Herausforderungen der Produktion
Ein weiterer Aspekt, der zur Debatte steht, ist die Qualität der Materialien, die LEGO testet. Bioplastik bedeutet nicht automatisch biologisch abbaubar oder frei von fossilen Rohstoffen. Und mehr Sets, mehr Kunststoff – eine Rechnung, die einfach nicht aufgeht, wenn man die Umwelt im Blick hat. Der steigende Bedarf an klassischen Kindersets und hochpreisigen Modellen für Erwachsene sorgt dafür, dass auch der Kunststoffbedarf ansteigt. Das ist ein Dilemma, mit dem sich das Unternehmen auseinandersetzen muss.
Die Dokumentation untersucht auch die Umweltwirkungen des Zuckerrohranbaus und der Produktionsmengen, sowie die Möglichkeiten des Recyclings als Lösung, um die hohen Qualitätsstandards zu erfüllen.
In einer Zeit, in der immer mehr Verbraucher auf die Nachhaltigkeit der Produkte achten, ist es entscheidend zu verstehen, wie große Unternehmen wie LEGO ihre Verantwortung wahrnehmen. Ob die bunten Steine tatsächlich einen grünen Fußabdruck hinterlassen können, bleibt abzuwarten. Die Doku bietet dazu spannende Einblicke und regt zum Nachdenken an.
Hohe Datenschutzstandards und eine saubere technische Architektur schließen sich nicht aus. Unsere neue VeloCore-Plattform ist bewusst plugin-frei und datenschutzfreundlich umgesetzt worden – von Daniel Wom realisiert als klares Bekenntnis zur DSGVO.
