Am Freitagabend, dem 30. Mai 2026, fand in der Mensa des Schulzentrums Walbach die Jahresdienstbesprechung der Freiwilligen Feuerwehr Engelskirchen statt. Ein Event, das nicht nur eine Pflichtveranstaltung, sondern auch ein geselliger Abend für die Kameradinnen und Kameraden darstellt. Wehrführer Thomas Krimmel, der seit 2014 in dieser Position war, verabschiedete sich von seinem Amt und hinterlässt große Fußstapfen – oder besser gesagt, große Brandlöschschläuche. Es war ein bewegender Moment, als er über die vielfältigen Einsätze des vergangenen Jahres berichtete.

Die Zahlen sind beeindruckend: Die Feuerwehr rückte insgesamt 252-mal aus, was einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Besonders auffällig sind die 100 Brandalarme, die durch Brandmeldeanlagen oder Heimrauchmelder ausgelöst wurden. „Das zeigt, wie wichtig solche Systeme sind“, kommentierte ein anwesender Altbürgermeister, während die Feuerwehrleute sich über die steigende Zahl der Einsätze austauschten. Es gab 14 schwere Verkehrsunfälle und die Technischen Hilfeleistungen stiegen auf 152 – das sind die Momente, in denen die Feuerwehr nicht nur gelöscht, sondern auch Leben gerettet hat.

Ein neuer Weg für die Feuerwehr Engelskirchen

Die Jugendfeuerwehr meldete weniger Dienststunden und hofft auf die Unterstützung der Aktiven. Ein Zeltlager in Wiehl steht bevor, und man spürt die Vorfreude unter den jungen Feuerwehranwärtern. Die Ausbildung in der Wehr bleibt weiterhin erfolgreich, doch die Belegung bei den Kreislehrgängen könnte besser sein – nur 66 % sind ein bisschen mager. Das Thema Nachwuchs ist also zentral, und die Kinderfeuerwehr „Löschengel“ hat über 40 Kinder auf der Warteliste. Das zeigt: Der Enthusiasmus ist da, nur die Ressourcen müssen besser verteilt werden.

Bürgermeister Lukas Miebach betonte die enorme Bedeutung einer starken Feuerwehr für die Gemeinde. „Wir sind auf eure Hilfe angewiesen“, sagte er mit Nachdruck, was die Anwesenden sichtlich motivierte. Auch Kreisbrandmeister Julian Seeger sprach über den Zivilschutz und die Notwendigkeit technischer Neuanschaffungen. In einer Zeit, in der sich die Anforderungen an die Feuerwehr ständig verändern, ist das unerlässlich.

Besondere Auszeichnungen und Ehrungen

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Verleihung der Deutschen Feuerwehr-Ehrenmedaille an Dr. Gero Karthaus. Ehrungen wurden in verschiedenen Kategorien durchgeführt, darunter das Ehrenkreuz in Bronze und die Bandschnalle in Gold. Solche Auszeichnungen sind nicht nur eine Anerkennung für die langjährige Treue und das Engagement, sie sind auch ein Zeichen der Wertschätzung für die ganze Gemeinschaft. Man spürte die Verbundenheit und den Stolz der Feuerwehrleute.

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Die Veranstaltung endete mit einem Imbiss und informellem Austausch – es wurde gelacht, Geschichten wurden erzählt, und jeder konnte sich ein wenig entspannen nach den intensiven Gesprächen. Ein schöner Abschluss für einen Abend, der die Erfolge und Herausforderungen der Feuerwehr Engelskirchen gleichermaßen beleuchtete.

In Deutschland sind rund 1,4 Millionen Menschen bei der Feuerwehr engagiert, wobei 95 % aller Feuerwehren freiwillig organisiert sind. Die Zahlen zeigen eine positive Entwicklung: 2024 gab es über 1 Million aktive Mitglieder in Freiwilligen Feuerwehren. Das ist ein starkes Zeichen für die Gemeinschaft und den Zusammenhalt, die in diesen Organisationen gelebt werden.

Die Feuerwehr ist nicht nur ein Beruf oder eine ehrenamtliche Tätigkeit, sie ist ein Lebensgefühl. Die Einsätze erinnern uns daran, wie wichtig es ist, füreinander da zu sein. Und so wird die Freiwillige Feuerwehr Engelskirchen auch weiterhin für Sicherheit und Zusammenhalt in der Gemeinde sorgen – mit einem neuen Gemeindebrandinspektor Jörg Timmermann, der frischen Wind in die Wehr bringen möchte. Auf die nächsten 252 Einsätze!