Am 8. Mai um 19 Uhr lädt die Alte Vogtei in Gummersbach zu einem besonderen Abend ein, der ganz im Zeichen der Demokratie steht. Die Kreisverbände von CDU, SPD, FDP und Bündnis90/Die Grünen haben sich zusammengetan, um anlässlich von acht Jahrzehnten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs einen überparteilichen Dialog zu initiieren. Der Einlass beginnt bereits um 18:30 Uhr, sodass genügend Zeit bleibt, um sich auf eine spannende Diskussion einzustimmen.
Unter dem Leitgedanken „Nie wieder ist jetzt: Demokratie gemeinsam schützen“ soll der Abend dazu dienen, Erinnerungen mit aktuellen gesellschaftspolitischen Fragestellungen zu verknüpfen. Im Fokus stehen die Lehren aus der Geschichte, der kämpferische Umgang mit nationalistischer Extremismus sowie die Herausforderungen der gesellschaftlichen Polarisierung und menschenfeindlicher Tendenzen. Themen wie die Rolle der Kirchen in der NS-Zeit und die aktuelle Situation an oberbergischen Schulen werden ebenfalls behandelt. Ziel des Abends ist es, das Vertrauen in politische Prozesse zu stärken und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.
Ein Abend voller Impulse und Diskussionen
Zu den Gästen zählen prominente Persönlichkeiten wie Marco Wanderwitz, Parlamentarischer Staatssekretär a.D., Nadine Lindörfer von der Koordinationsstelle des Netzwerks gegen Rechts in Oberberg sowie Historiker Peter Reinecke. Sie werden ihre Perspektiven einbringen und zur Diskussion anregen, während die Teilnehmer die Möglichkeit haben, aktiv mitzuwirken. Die Veranstaltung ist kostenlos, jedoch sind die Plätze begrenzt, sodass eine frühzeitige Anmeldung empfohlen wird.
Das Anliegen, Demokratie zu schützen und zu stärken, wird auch von Fachleuten wie Prof. Mirjam Zadoff, die das NS-Dokumentationszentrum München leitet, unterstützt. Sie sieht Erinnerung als eine Verpflichtung für die Gegenwart und betont die Notwendigkeit, sich gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zu stellen. Zadoff fordert eine breite gesellschaftliche Unterstützung für diese Haltung und kritisiert die Einstellung der Förderung zahlreicher Projekte, die sich gegen Antisemitismus und extreme Rechte richten.
Gesellschaftliche Verantwortung und Erinnerungskultur
Der Abend in Gummersbach ist nicht nur eine Rückschau auf die Geschichte, sondern auch ein Appell an die heutige Gesellschaft, aktiv für eine Politik der Menschlichkeit einzutreten. Die Herausforderungen, mit denen wir konfrontiert sind, erfordern ein gemeinsames Handeln, um die Werte der Demokratie zu verteidigen. Zadoff hebt hervor, dass die Stimmen von Überlebenden und Zeitzeugen von großer Bedeutung sind, da sie uns helfen, die komplexen Fragen der Geschichte besser zu verstehen und auf aktuelle politische Herausforderungen zu reagieren.
Nutzen Sie diese Gelegenheit, um Teil eines wichtigen Dialogs zu werden. Die Erinnerungen an die Vergangenheit sollten nicht nur als Lippenbekenntnis betrachtet werden, sondern als eine lebendige Verpflichtung, die uns alle angeht. Lassen Sie uns gemeinsam dafür eintreten, dass „nie wieder“ nicht nur ein Satz, sondern ein aktives Versprechen an die Zukunft ist.