Historischer Schritt: Europas erste islamisch-theologische Fakultät eröffnet in Münster
Die Universität Münster hat einen historischen Schritt gemacht, der in die Geschichtsbücher eingehen könnte. Am 1. Juli wird hier die erste islamisch-theologische Fakultät Europas eröffnet. Das ist nicht nur ein Grund zur Freude für die Studierenden, die sich ab sofort einschreiben können, sondern auch ein bedeutsamer Moment für die akademische Landschaft in Deutschland. Der reguläre Lehrbetrieb startet schließlich im Wintersemester 2026/27, und das hat es in sich!
Die neue Fakultät wird einen eigenständigen institutionellen Rahmen für die islamische Theologie bieten. Diese Einrichtung ist aus dem seit 2010 bestehenden Zentrum für islamische Theologie hervorgegangen, das von anfangs 13 Studierenden und drei Mitarbeitern auf etwa 450 Studierende und rund 80 Beschäftigte gewachsen ist. Wenn man bedenkt, wie viel sich in nur einem Jahrzehnt getan hat, kann man nur staunen.
Ein Meilenstein für die islamische Theologie
Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels hat die Gründung als einen „Meilenstein für die islamische Theologie“ bezeichnet und das kann man nur unterstützen. Unter der Leitung von Gründungsdekan Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, der die Professur für islamische Religionspädagogik innehat, wird die Fakultät mit acht Professuren aufwarten. Ein ganz besonderes Augenmerk liegt auf der Ausbildung von Religionslehrkräften für den islamischen Religionsunterricht an staatlichen Schulen, was die Integration und den interreligiösen Dialog fördern soll.
Das Projekt erforderte jahrelange Vorbereitungen, die 2012 mit der Gründung des ZIT ihren Anfang nahmen. 2015 wurden Ideen zur Weiterentwicklung gesammelt, und 2019 fiel der Beschluss, das ZIT in einen Fachbereich zu überführen. Ein ganzes Netzwerk von Institutionen, darunter das nordrhein-westfälische Ministerium für Kultur und Wissenschaft, hat an diesem Prozess mitgewirkt. Die Studierenden selbst wurden über Fachschaften und den Allgemeinen Studierendenausschuss aktiv in die Planung einbezogen – das finde ich wirklich bemerkenswert!
Ein neuer Campus für den interreligiösen Dialog
Die Fakultät wird nicht nur inhaltlich, sondern auch räumlich auf einem neuen „Campus der Theologien“ angesiedelt sein, der auch katholische und protestantische Religionswissenschaften umfasst. Dies ist ein wichtiger Schritt, um den interreligiösen Dialog im universitären Alltag zu fördern. Wer hätte gedacht, dass an einem Ort, der einst nur für eine Religion stand, nun ein Raum der Verständigung zwischen verschiedenen Glaubensrichtungen entsteht?
Die Fakultät wird über eine der weltweit größten Fachbibliotheken zum Thema Religion verfügen. Das eröffnet ungeahnte Möglichkeiten für Forschung und Lehre. Außerdem wird sie akademische Unabhängigkeit genießen, was bedeutet, dass sie eigene Promotionsverfahren durchführen und Prüfungskommissionen besetzen kann. Ein echter Fortschritt, wenn man bedenkt, dass viele bestehende Institute oft nur an andere Fachbereiche angegliedert sind.
Die Finanzierung von acht Professorenstellen wurde durch das Bundesland Nordrhein-Westfalen dauerhaft gesichert, was ein gutes Zeichen für die Zukunft ist. Natürlich wird die Fakultät auch Pflichten erfüllen müssen, wie die Gewährleistung eines vollständigen Lehrangebots und die Akkreditierung ihrer Studiengänge. Aber wer könnte da nicht vorfreudig auf die nächsten Schritte blicken?
Mit der Gründung dieser Fakultät wird ein neues Kapitel in der Ausbildung islamischer Religionslehrkräfte aufgeschlagen. Verbände wie DITIB, der Islamrat und der Zentralrat der Muslime sind aktiv am Strukturprozess beteiligt. Das bringt nicht nur Vielfalt, sondern auch ein wichtiges Gefühl der Gemeinschaft mit sich. In einer Zeit, in der Integration und Zusammenhalt in der Gesellschaft so wichtig sind, könnte dieser Schritt für viele ein Lichtblick sein.
Insgesamt – und das ist nicht übertrieben – ist die Eröffnung der Islamisch-Theologischen Fakultät in Münster ein wahrhaftiger Meilenstein für die akademische Landschaft und die Integration des Islams in Deutschland. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich diese neue Institution entwickeln wird und welchen Weg sie in der Zukunft einschlagen wird. Wir dürfen gespannt sein, was Münster als nächstes bereithält!
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