Es gibt sie, diese besonderen Momente, in denen die Welt ein Stück heller wird – und das geschieht gerade im Badminton! In Mülheim an der Ruhr hat sich ein neues Kapitel aufgetan, das die Herzen von Sportlerinnen und Fans höher schlagen lässt. Während der German Open 2025 wurde das Women’s Badminton Collective (WBC) gegründet, ein Meilenstein für den Frauenbadminton. Die Initiatorinnen Mia Blitchfeldt, Kirsty Gilmour und Debora Jille haben eine Liga ins Leben gerufen, die Frauen in den Vordergrund stellt. Und das ist längst überfällig!
Selin Hübsch, eine 21-jährige Badmintonspielerin aus Mülheim, wurde als Botschafterin des WBC bekannt gegeben. Die junge Athletin, die kürzlich zwei Monate pausieren musste, weil sie an Pfeifferschem Drüsenfieber litt, hat jetzt ihr Training wieder aufgenommen und sprüht vor Energie. Ihr Ziel ist es, die Sichtbarkeit von Frauen im Badminton zu erhöhen – schließlich gibt es in Deutschland bisher keine eigenen Wettbewerbe für Frauen. In der Bundesliga spielen Frauen in gemischten Teams und haben oft weniger Spiele als ihre männlichen Kollegen. Das muss sich ändern!
Ein aufregendes Event in Dänemark
Die erste Ausgabe der Women’s Badminton League fand bereits im Dezember in Dänemark statt, genauer gesagt im beeindruckenden Solrød Strand Idrætscenter. Mit vier Teams, darunter das siegreiche Team McDonald’s Greve & Køge, wurde ein aufregendes Turnier ausgetragen. Der MVP des Turniers, Kornelia Marczak aus Polen, zeigte beeindruckende Leistungen und zog die Zuschauer in ihren Bann. Die Liga bringt nicht nur spannende Matches, sondern auch Workshops der Women’s Badminton Academy für junge Mädchen, Halftime-Shows mit Jugendspielern und ein großartiges Livestream-Erlebnis mit Kommentaren von Ben Beckman. Hier wird Badminton zum Erlebnis!
Selin berichtet von der Wichtigkeit des Austauschs mit Gleichgesinnten in der Liga. Oft genug sieht sie sich mit Unverständnis und Unterschätzung durch männliche Sportler konfrontiert. Diese neue Plattform gibt Frauen die Möglichkeit, sich gegenseitig zu unterstützen und zu stärken. Ein Workshop in Sofia am 18. Juni, geleitet von Mia Blitchfeldt und den Stoeva-Schwestern, verspricht weiteren Austausch und Entwicklung.
Das große Ganze im Blick
Das WBC hat sich nicht nur der sportlichen Entwicklung verschrieben, sondern auch der Schaffung einer starken internationalen Gemeinschaft für Frauen im Badminton. Laut einer Umfrage des SWR im Jahr 2025 sind Themen wie Gleichberechtigung und Sexismus nach wie vor allgegenwärtig im Sport. Sportlerinnen kämpfen nicht nur auf dem Feld, sondern auch gegen Benachteiligungen und müssen oft mit unangemessenen Trainingsbedingungen und Vorurteilen umgehen. Immer mehr Athletinnen fordern eine Veränderung und ein Umdenken im Sport.
Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass 248 von 300 Sportlerinnen von Männern trainiert werden. Das macht eine offene Kommunikation über Themen wie den Zyklus im Training nicht gerade einfacher. Fabienne Königstein, eine Expertin auf dem Gebiet, empfiehlt, Tagebuch über den eigenen Zyklus zu führen und den Hormonspiegel bei sportmedizinischen Untersuchungen im Auge zu behalten. Das WBC könnte hier ein Zeichen setzen und eine Kultur fördern, in der solche Themen offen besprochen werden.
Selin Hübsch plant unterdessen ihren Wechsel nach Saarbrücken, um sich weiterzuentwickeln und ihre Olympia-Ziele zu verfolgen. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Liga und die Sichtbarkeit von Frauen im Badminton entwickeln werden. Eines ist sicher: Die Frauen im Badminton sind bereit, sich zu zeigen und die Welt auf ihre Seite zu ziehen!