Das traurige Schicksal von Borussia Mönchengladbach: Vom Glanz zur Krise
Heute ist der 20.07.2026 und in Mönchengladbach schlägt das Fußballherz etwas langsamer. Borussia Mönchengladbach, einst ein strahlender Stern am Himmel der Bundesliga, befindet sich in einem tiefen Tal der Tränen. In den letzten Jahren hat der Klub einen sportlichen Abstieg erlebt, der selbst die treuesten Fans an den Rand der Verzweiflung bringt. Von 2012 bis 2021 war man zehnmal in der oberen Tabellenhälfte und konnte sechsmal international spielen – das sind Zeiten, die man sich zurückwünscht. Doch die letzten fünf Jahre waren ein einziger Kampf, in dem die Borussia wiederholt die Einstelligkeit verpasste und nun sogar auf dem 17. Platz steht.
Das Gefühl der Enttäuschung verstärkt sich, wenn man die aktuelle Saison betrachtet: nur drei Punkte aus sechs Spielen, dazu elf Gegentore und gerade mal sechs eigene Treffer. So hat man sich die Rückkehr in die Oberklasse nicht vorgestellt. Ein Blick auf die Fernsehgeldtabelle zeigt, dass die Borussia dort nur noch auf dem elften Platz verweilt. Nebenbei bemerkt, belegt man in der Trikotsponsoreneinnahme mit acht Millionen Euro in der Saison 2026/27 den geteilten siebten Rang, was im Vergleich zu den Top-Vereinen wie Bayern München (65 Millionen) und Borussia Dortmund (30 Millionen) geradezu bescheiden wirkt.
Die Krise und ihre Ursachen
Die aktuelle Krise ist nicht einfach zu erklären. Seit dem 28. Spieltag der letzten Saison ist der Verein sieglos. In 13 Partien sammelten sie nur fünf mickrige Punkte. Interimstrainer Eugen Polanski soll nun zusammen mit dem neuen Sportdirektor Rouven Schröder einen Neuanfang einleiten. Diese Aufgabe ist alles andere als einfach, da Polanski erst kürzlich Gerardo Seoane nach einer herben 0:4-Niederlage gegen Werder Bremen ablöste. Man fragt sich, wie es so weit kommen konnte. Der ehemalige Sportdirektor Roland Virkus hatte Seoane trotz einer katastrophalen Bilanz von sieben sieglosen Spielen nicht entlassen, was wohl als einer der größten Managementfehler in die Geschichte des Clubs eingehen wird.
Verletzungen wichtiger Stammspieler wie Rocco Reitz, Philipp Sander und Tim Kleindienst haben die Situation noch verschärft. Gerade Kleindienst, der als Anführer der Mannschaft galt, fehlt seit Mai, und das merkt man. Haris Tabakovic, der als Übergangslösung verpflichtet wurde, hat bislang nicht den gewünschten Einfluss auf die Mannschaft ausgeübt. Geschäftsführer Markus Aretz erklärte kürzlich, dass der Klub aufgrund von Corona und Managementfehlern einen Umsatzverlust von 50 Millionen Euro verzeichnete. Auch die Abgänge von Spielern wie Marcus Thuram und Matthias Ginter, die ablösefrei den Verein verließen, haben zu einem Verlust von rund 100 Millionen Euro an Transfererlösen geführt. Ein Desaster, das schwer zu verkraften ist.
Die finanzielle Lage
Die finanzielle Situation ist angespannt. In der Trikotsponsoreneinnahme kann Borussia mit acht Millionen Euro aus dem Vertrag mit Reuter immerhin einen Platz im Mittelfeld der Liga belegen, jedoch ist der Abstand zu anderen Traditionsvereinen wie dem HSV oder Schalke 04, die ebenfalls mit der Europa-Teilnahme kämpfen, nicht groß. Der neue Vertrag mit dem Energiedienstleister Ista, der seit dem 1. Juli in Kraft ist und bis zu fünf Millionen Euro jährlich einbringt, könnte ein kleiner Lichtblick sein. Aber reicht das, um die Wunden der letzten Jahre zu heilen?
Der Druck auf Rouven Schröder ist enorm. Neben der Trainerfrage muss er auch einen Kadercheck durchführen und mit sechs Spielern verhandeln, deren Verträge 2026 auslaufen. Ablösefreie Abgänge wären das letzte, was der Verein jetzt gebrauchen kann. Die Fans hoffen auf einen Aufschwung, doch die gegenwärtige Situation gibt kaum Anlass zur Freude. Man fragt sich, ob Borussia Mönchengladbach je wieder zu altem Glanz zurückfinden wird oder ob der Rückfall ins Mittelmaß der Bundesliga endgültig besiegelt ist.
Ein modernes Nachrichtenportal wie unseres, muss für alle Menschen zugänglich sein. Unser Website System wurde daher konsequent nach den Vorgaben der WCAG 2.1 und BITV 2.0 entwickelt – mit sauberer Struktur, ARIA-Attributen und ohne technische Hürden für assistive Technologien. Die barrierefreie Umsetzung verantwortete Daniel Wom / VeloCore.
