In der Zeit vom Montag, 13. April, bis Sonntag, 19. April, hat die Kreispolizeibehörde Mettmann an der europaweiten Aktionswoche „Operation Speed“ teilgenommen. Diese Aktion zielt darauf ab, die Verkehrsteilnehmer für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu sensibilisieren. Durch verstärkte Radar- und Laser-Überwachung sollen Raser und Geschwindigkeitsübertretungen geahndet werden. Im gesamten Kreisgebiet fanden während dieser „RoadPol-Woche“ Kontrollen statt, um die Einhaltung der Geschwindigkeitslimits zu überprüfen.
Besonders auffällig war der Fall eines Motorradfahrers in Velbert, der mit 115 km/h unterwegs war, obwohl nur 50 km/h erlaubt sind. Die Konsequenzen waren drastisch: ein Bußgeld von rund 630 Euro, zwei Punkte im Fahreignungsregister sowie ein zwei Monate andauerndes Fahrverbot. Zudem fand am Sonntag, den 19. April, der erste Kradaktionstag 2026 der Kreispolizeibehörde statt. Hierbei lag der Fokus auf Motorradfahrenden, die vom Verkehrsdienst, der Direktion Gefahrenabwehr/Einsatz und dem Ordnungsamt Velbert kontrolliert wurden. Die Anzahl der kontrollierten Biker war jedoch gering, was dem wechselhaften Wetter geschuldet war.
Fokus auf Sicherheit im Straßenverkehr
Die Polizei plant, ihr Vorgehen gegen Raser in den kommenden Tagen zu verstärken. In mehreren Bundesländern wird die „Operation Speed“ durchgeführt, wobei in Nordrhein-Westfalen 47 Kreispolizeibehörden per Erlass zur Teilnahme angewiesen sind. Dabei liegt es im Ermessen der jeweiligen Behörden, Umfang und Zeitpunkt der Kontrollen selbst zu bestimmen. Die Aktion fällt in die Ferienzeit und betrifft somit sowohl Berufspendler als auch Urlauber. Ziel dieser Maßnahmen ist es, auf die Gefahren des zu schnellen Fahrens hinzuweisen und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
Die Bedeutung der Verkehrssicherheit wird auch auf bundespolitischer Ebene hochgehalten. Laut dem Statistischen Bundesamt kamen im Jahr 2024 2.770 Personen im Straßenverkehr ums Leben. Dies stellt einen Rückgang von mehr als 80 Prozent seit 1970 dar. Die Bundesregierung verfolgt das Ziel der „Vision Zero“ – null Tote im Straßenverkehr. Bis 2030 soll die Zahl der Verkehrstoten um 40 Prozent gesenkt werden. Der 2021 ins Leben gerufene „Pakt für Verkehrssicherheit“ zwischen Bund, Ländern und Gemeinden hebt die Bedeutung der Verkehrssicherheitsarbeit hervor.
Innovationen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit
Im Rahmen des Verkehrssicherheitsprogramms, das alle zehn Jahre aktualisiert wird, liegt der Fokus auf verschiedenen Bereichen wie der Nutzung von automatisiertem und vernetzten Fahren zur Verbesserung der Sicherheit. Auch der Einbau von Fahrerassistenzsystemen wird gefördert, um Unfälle zu vermeiden. Ein Beispiel dafür ist die „Aktion Abbiegeassistent“, die seit 2019 den Einbau von über 38.000 Abbiegeassistenzsystemen fördert. Ab dem 7. Juli 2024 wird der Einbau dieser Systeme in Neufahrzeugen sogar verpflichtend sein.
Die Kreispolizeibehörde Mettmann und die Polizei im Allgemeinen stehen also nicht nur vor der Herausforderung, Geschwindigkeitsübertretungen zu ahnden, sondern arbeiten auch aktiv an der Verbesserung der Verkehrssicherheit im gesamten Land. Zukünftige Kontrollen werden gezielt an Stellen durchgeführt, die häufig von Geschwindigkeitsverstößen und Lärmbelästigungen betroffen sind, um ein sicheres Miteinander im Straßenverkehr zu fördern.