In Mettmann ist zur Zeit ordentlich was los. Die Deutsche Bahn hat die Regiobahn S28, die durch die Stadt führt, für eine umfassende Generalsanierung stillgelegt. Das bedeutet: Von heute, dem 12. Mai, um 21 Uhr bis zum 27. Juni, ebenfalls um 21 Uhr, müssen sich die Fahrgäste auf einen Schienenersatzverkehr mit Bussen einstellen. Und das ist nicht einfach nur ein kleiner Umweg, sondern die dritte und längste Vollsperrung in diesem Jahr! Die Stadt ist also ziemlich betroffen, und man kann sich vorstellen, dass das für die Pendler und Reisenden eine echte Herausforderung darstellt.
Die gute Nachricht ist, dass die Ersatzbusse alle wichtigen Haltestellen ansteuern. Erkennbar sind sie an ihren rosa Markierungen – ein kleiner Lichtblick im sonst grauen Bauchaos. Die Busse fahren im 20-Minuten-Rhythmus, abends allerdings nur alle halbe Stunde. Wer also nach einem langen Tag nach Hause will, muss etwas Geduld mitbringen und eventuell die Abfahrtszeiten im Hinterkopf behalten. Die Fahrpläne sind online unter www.regio-bahn.de/aktuelles zu finden.
Baumaßnahmen und deren Auswirkungen
Doch was genau geschieht während dieser Zeit? Die geplanten Maßnahmen sind durchaus ambitioniert. Die Bahnsteighöhen an den Stationen Mettmann Stadtwald, Mettmann Zentrum, Neanderthal und Erkrath Nord werden angepasst, um den Komfort zu erhöhen. Auch die Bahnübergänge in Mettmann Stadtwald, Mettmann Zentrum und Neanderthal werden optimiert. Das klingt alles sehr nach Fortschritt, aber so ganz ohne Einschränkungen geht es leider nicht. Der Ersatzverkehr führt zu längeren Reisezeiten, und die Fahrzeiten der Busse und Züge unterscheiden sich oft erheblich.
Ein weiterer Punkt, der nicht unerwähnt bleiben sollte: Die Straßenzustände in Mettmann erlauben nicht immer eine direkte Verkehrsführung. Das kann gerade in den Stoßzeiten zu Verwirrung führen, wenn die Abfahrtszeiten der Busse nicht mit denen der Züge übereinstimmen. Manch einer wird sich da wohl schon mal die Frage gestellt haben, ob er nicht doch besser hätte laufen sollen. Das Ziel ist es, den Fahrgästen ein breites Angebot zu bieten und sie so schnell wie möglich wieder in einen Zug umsteigen zu lassen – zum Beispiel in Leverkusen-Mitte, wo die Züge in Richtung Köln abfahren.
Zukunftsausblick und Geduld der Fahrgäste
Die Baumaßnahmen sind nicht nur für Mettmann von Bedeutung, sondern betreffen auch die Verbindungen zwischen Hagen, Wuppertal und Köln, die ab Februar 2026 weiterführende Arbeiten erfordern. Die Geduld der Fahrgäste wird also auf eine harte Probe gestellt. Aber wie heißt es so schön? Geduld ist eine Tugend. Vielleicht wird es ja am Ende wirklich alles besser! Wenn man sich an den Gedanken gewöhnt, dass manchmal Umwege notwendig sind, um ans Ziel zu kommen, dann kann das Ganze auch ein bisschen entspannter angegangen werden. Und vielleicht entdeckt man auf dem Weg zur Haltestelle ja sogar noch einen neuen Lieblingsplatz in der Stadt.