Heute ist der 7.06.2026, und in Mettmann stehen die Gastro-Beschäftigten unter Druck. Die Fußball-Weltmeisterschaft steht vor der Tür, und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat klare Forderungen aufgestellt. Sie verlangen faire Dienstpläne und zusätzliches Personal, um die Arbeitsbedingungen vor und während des großen Fußballereignisses zu verbessern. Über 7450 Beschäftigte im Kreis Mettmann – von Köchen über Kellner bis hin zu Thekenpersonal – sind direkt betroffen. Das sind mehr als nur Zahlen, das sind Menschen mit individuellen Lebenssituationen, die in dieser hektischen Zeit nicht vergessen werden dürfen.

Die NGG hat betont, dass Überstunden und der Druck auf die Mitarbeiter nicht länger akzeptabel sind. Wer kennt es nicht? Da steht man nach einem langen Schichtdienst in der Küche oder an der Bar und fragt sich, wie man das alles stemmen soll, während das eigene Kind daheim auf einen wartet oder ein pflegebedürftiger Angehöriger versorgt werden muss. Solche persönlichen Lebenssituationen müssen bei der Einsatzplanung berücksichtigt werden! Die Gewerkschaft fordert eine gut durchdachte Planung der WM-Schichten, damit eine positive Feierkultur entstehen kann. Schließlich soll das Fußballfest nicht nur für die Gäste, sondern auch für die Beschäftigten ein schönes Erlebnis werden.

Forderungen für eine gerechte Bezahlung

Ein weiterer zentraler Punkt auf der Agenda der NGG ist die Lohnerhöhung von 6 Prozent in der kommenden Tarifrunde. Diese Forderung ist nicht aus der Luft gegriffen, sondern steht im Kontext der Mehrwertsteuersenkung von 19 auf 7 Prozent für die Gastronomie seit Januar. Merkwürdigerweise haben die Gäste von dieser Steuerentlastung kaum etwas gemerkt, und die Beschäftigten haben auch keine Lohnerhöhung erhalten. Ein bisschen mehr Geld im Monat würde für Vollzeitkräfte – denken wir an die Köche oder Kellner – mindestens 164 Euro mehr bedeuten. Das ist kein Pappenstiel!

Die NGG appelliert an die Gastronomiebetriebe, besonders zu Stoßzeiten zusätzliches Personal einzuplanen. Das klingt einfach, aber es ist eine Herausforderung, die viele Betriebe oft unterschätzen. Überstunden sollten nicht zur Norm werden, und die WM darf nicht in einer Welle von dauerhafter Mehrarbeit enden. Die Verhandlungen mit dem Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA beginnen am 17. Juni, und die Erwartungshaltung ist hoch. Arbeitgeber sind nun gefragt, konstruktiv zu verhandeln, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern und eine angemessene Bezahlung sicherzustellen.

In diesen Tagen, in denen sich alles um das runde Leder dreht, ist es wichtig, dass die Stimmen der Beschäftigten gehört werden. Sie sind die, die den Gästen ein Lächeln ins Gesicht zaubern – selbst wenn die eigenen Sorgen schwer wiegen. Die WM sollte für alle ein Fest sein, nicht nur für die Zuschauer auf den Tribünen, sondern auch für die, die das Fest am Leben erhalten.

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